Eppelheim

Ankunftszentrum Bürger geteilter Meinung über Pläne von Patricia Rebmann / Fraktionen fühlen sich übergangen

Vorschlag löst in Eppelheim massive Kritik aus

Eppelheim.Mit ihren Plänen für ein neues Flüchtlings-Ankunftszentrum in Eppelheim steht Bürgermeisterin Patricia Rebmann (parteilos) heftig in der Kritik. Die Gemeinderatsfraktionen werfen ihr vor, sie bei ihrem Vorstoß übergangen zu haben. Wie berichtet, hatte Rebmann dem Land eine Fläche östlich der A 5 als Standort für das Ankunftszentrum, das sich derzeit noch im Heidelberger Patrick Henry Village befindet, angeboten.

Erst über Medienberichte, unter anderem von dieser Zeitung, hätten die Gemeinderatsmitglieder davon erfahren. Zuvor hatte das Innenministerium ohne Rebmanns Wissen Details zu den Plänen herausgegeben. Im Nachgang habe sich das Ministerium dafür entschuldigt, teilt CDU-Stadtrat Volker Wiegand mit. Zu den Vorwürfen nahm die Bürgermeisterin nur knapp Stellung. „Das Ganze ist ungünstig gelaufen. Die Informationen hätten nicht in der Öffentlichkeit landen dürfen“, sagt sie. Sie spreche diesbezüglich nur noch mit dem Gemeinderat.

Bei einer Sitzung im September wird über das Vorhaben abgestimmt. Grüne und Eppelheimer Liste sind gegen Rebmanns Idee, CDU und SPD wollen erst die Diskussionen abwarten.

Auch bei den Eppelheimer Bürgern wird das Thema diskutiert, viele kritisieren das Verhalten der Stadtchefin. Der Vorsitzende des Stadtteilvereins Pfaffengrund, Heinz Schmitt, fordert, bestehende Gebäude zu überprüfen, statt weitere Grünflächen zu bebauen.Der Heidelberger Stadtteil wäre von der Lösung stark betroffen. kph

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