Eppelheim

Evangelische Kirche 17 junge Menschen sind konfirmiert worden

Weg zur Selbstständigkeit

Eppelheim.„Wenn ich aus meinem Zimmerfenster schaue, dann schaue ich in die ausladenden Zweige der Haselnussbäume des Pfarrgartens. Je länger je mehr, lassen sich dabei die unterschiedlichsten ,Bewohner‘ dieser Bäume ausfindig machen: Eichhörnchen, Elstern, Käfer, Spatzen und Meisen“, so beginnt eine Pressemitteilung der evangelischen Kirche.

Vor einigen Wochen habe man das Tschilpen junger Vogelstimmen hören können, die nach Futter riefen. Seit einer Weile nun würden sich immer mal wieder kleine zerzauste Meisenkinder zeigen – eifrig bemüht, die Balance zu halten und selbst an die begehrten Meisenknödel heranzukommen, aufgeregt flatternd, beobachtet von einem Elternvogel. Mit jedem Versuch werde das kleine Vögelchen sicherer. Nun sei es raus aus dem Nest: Es sei flügge geworden.

„Flügge geworden – das sind wohl auch manche jungen Menschen in Eppelheim in diesen Tagen. Deutlich wurde das beim Abschied der Viertklässler in der Theodor-Heuss-Schule, die ihre Grundschulzeit beendet haben und weiter schwirren und ihren Weg an verschiedenen Schulen fortsetzen werden nach den Ferien“, heißt es in der Pressemitteilung der Kirche weiter.

Christlichen Glauben bekannt

Deutlich sei das aber auch in den Konfirmationsgottesdiensten am Samstag und Sonntag in der Pauluskirche geworden: 17 junge Menschen haben sich zum christlichen Glauben und ihrem Weg mit Gott bekannt. Früher sei die Konfirmation für viele mit dem Ende der Schulzeit zusammengefallen, sodass der Übergang zum Erwachsenwerden noch deutlicher war.

Aber auch heute sei zu spüren, dass die jungen Leute auf dem Weg in die Selbstständigkeit seien, wenn sie im schönen Kleid mit feinen Schuhen oder erstmals im Anzug zum Gottesdienst kämen. In religiösen Belangen gelten sie ab jetzt als Erwachsene. So dürfen sie beispielsweise das Patenamt ausüben oder an kirchlichen Wahlen teilnehmen.

„Sie sind flügge geworden und wir wünschen ihnen Flügel, die sie weit tragen und in denen sie sich bergen können und jederzeit wissen, dass sie auf ihrem Weg nicht alleine sind, denn: Von allen Seiten umgibst du mich, Gott, und hältst deine Hand über mir“, schreiben die Verantwortlichen abschließend. zg

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