Fred Fuchs

Die Eisheiligen kommen

Archivartikel

Hallo Kinder! Habt ihr schonmal davon gehört, dass die Tage am Ende dieser Woche – von Samstag, 11. Mai, bis Mittwoch, 15. Mai, „Eisheilige“ heißen? Ich habe mich gefragt, was das überhaupt zu bedeuten hat. Es sollen mehrere Gedenktage von Heiligen sein. Die Bezeichnung „Eisheilige“ geht auf alte Bauernregeln, also auf Jahrhunderte lange Beobachtung des Wetters zurück. Im Gegensatz zu jetzt, können die Temperaturen in Europa schon ab Anfang Mai recht hoch sein. Der Kontinent erwärmt sich zu diesem Zeitpunkt sehr schnell. Beim Meer dauert das dagegen etwas länger. In dieser Zeit ist das Meer also sehr kalt, der Kontinent aber warm. Wenn sich die Luftmassen dann verschieben und die warmen Luftströmungen des Festlands nach Norden ziehen werden wiederum eiskalte Luftströmungen aus den Polargebieten auf das Festland gedrückt. Die „Eisheiligen“ zählen zu den „Wetterheiligen“, sie waren Bischöfe und Märtyrer im 4. oder 5. Jahrhundert. Sie sind unter dem Namen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia von Rom bekannt. Wenn es also jetzt kälter wird, wisst ihr, warum das so ist.

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