Fred Fuchs

Sport auf dem Bildschirm

Archivartikel

Gestern Abend bin ich um die Häuser geschlichen. Das mache ich manchmal, schaue in die Gärten und Fenster, um zu sehen, was ihr Menschen so treibt. Vor einem Fenster bin ich ganz gebannt stehen geblieben. Da haben zwei Jugendliche gespielt. Sie saßen dabei vor dem Computer. Auf dem Bildschirm war ein Fußballplatz zu sehen, Spieler und der Ball natürlich auch. Das sah aus wie ein richtiges Fußballspiel. Natürlich habe ich mich informiert, was es damit auf sich hat. E-Soccer heißt diese Form des Spiels, das als eine elektronische Sportart gilt und am Computer oder auf der Spielekonsole „gezockt“ wird. Viele Mannschaften unterhalten mittlerweile eigene E-Sport-Teams, so auch der SC 08 Reilingen. Denn das Interesse an dem elektronischen Sport ist groß. Viele junge Leute sind hier aktiv. Gefragt sind vor allem Fußball- und Autorennspiele, aber auch Strategiespiele. Letztere werden auch mit kritischen Augen gesehen, weil dabei manchmal Waffen eine Rolle spielen. Bei den Fußballverbänden ist das übergeordnete gemeinsame Ziel, E-Soccer als eine Ergänzung des bisherigen Vereinslebens zu betrachten, dem Freizeitverhalten gerecht zu werden und auch über die Begeisterung für digitale Spielformen am Ende mehr Kinder und Jugendliche dazu zu bewegen, selber aktiv auf dem Rasen Fußball zu spielen. Die Jungs, denen ich zugeschaut habe, hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß. Ob E-Soccer auch etwas für Füchse ist? Ich muss da mal mit Harry Hase darüber reden.

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