Hockenheim

Solardrom Karlheinz Mack berichtet über den Strom von seiner Photovoltaik-Anlage

75 Prozent selbst erzeugt

Archivartikel

Einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, das war die Motivation von Ulla und Karlheinz Mack, als sie sich im November 2018 eine Photovoltaik-Anlage (PV) auf ihr Eigenheim in der Heinrich-Böll-Straße montieren ließen. Bei der Veranstaltungsreihe „MeinSolar“ des aus der Agenda21 hervorgegangenen Vereins Solardrom präsentierte Karlheinz Mack die Anlage. Aufgrund der Corona-Einschränkungen fand die Veranstaltung online statt, und gut 15 Hockenheimer nutzten die Gelegenheit, um sich einen Erfahrungsbericht aus erster Hand geben zu lassen.

„Wichtig war für mich, dass die Solarmodule nicht nur Strom produzieren, sondern, dass auch bereits bei der Produktion umweltsichere und wiederverwertbare Materialien verwendet werden“, so Mack, der offen einräumte, sich zunächst schwergetan zu haben mit der Entscheidung zum Kauf einer PV-Anlage. Doch das habe sich spätestens dann geändert, als der erste Strom selbst produziert wurde. Seitdem notiere er penibel den Stromertrag und überwache auch den Stromverbrauch im Einfamilienhaus.

Mithilfe eines Stromspeichers habe die Familie 2020 einen Autarkiegrad von 75 Prozent erreicht. Das heißt, 75 Prozent des verbrauchten Stroms erzeugt die Familie selbst, nur 25 Prozent müssen zugekauft werden. „Gerade in den Sommermonaten haben wir tagsüber den Strom erzeugt, um ihn abends und nachts zu verbrauchen. Wir waren vollkommen unabhängig von Fremdstrom.“ Ob sich der Stromspeicher lohnt, wollte ein Teilnehmer wissen. „Finanziell sicherlich nicht“, so Karlheinz Mack, „aber ich will ihn nicht mehr missen“. Letztendlich komme es auf die eigenen Zielsetzungen an, und für die Familie sei das Thema Nachhaltigkeit im Vordergrund gestanden.

Gesetzesentwurf nachgebessert

Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Michael Schöllkopf noch das neue Energieeinsparungsgesetz (EEG) vor. „Positiv ist, dass der ursprüngliche Gesetzesentwurf deutlich nachgebessert wurde“, so Schöllkopf. So sei die bisherige Grenze von zehn auf 30 Kilowatt angehoben worden, ab welcher die Betreiber auf Eigenverbrauch eine anteilige EEG-Umlage zahlen müssen.

„Weiterhin ist auf den letzten Drücker eine Nachfolgeregelung für die PV-Anlagen gefunden worden, die vor 20 Jahren ans Netz gegangen sind und nun aus der Förderung herausfallen“, so der Vereinsvorsitzende. Aufgrund der sehr geringen Einspeisevergütung mache für diese nun eine Umstellung auf Eigenverbrauch Sinn. zg

Info: Formular für eine kostenlose Beratung und Informationen unter www.solardrom.info

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