Hockenheim

Zehntscheune Noch bis Sonntagabend macht der Hamburger Fischmarkt in der Stadt Station / Sehenswertes Spektakel

Aal und polternde Herzlichkeit

„Komm her, das ganze Paket für 15 Euro. Für 20 Euro pack ich dir noch einen Schinken drauf“, brüllt Wurst-Herby über den Platz und schickt einen Stoßseufzer hinterher: „Ne halbe Sau für 20 Euro“. Schon dem Mann, der mit bürgerlichem Namen Robert Malkowski heißt, zuzuhören, ist eine Pracht, von seinen Würsten ganz zu schweigen.

Zusammen mit seinen Kollegen Aal-Hinnerk, Nudel-Kiri, Käse-Rudi, Knabber-Paul und dem Bananen-Fred bildet er den Hamburger Fischmarkt, der anlässlich des Jubiläums in der Stadt Station macht. Bis Sonntagabend werden sie ihre Waren anpreisen, schon der Name deutet auf die Produkte hin. „Original wie in Hamburg“, versichert Dirk Willi Rösgen, der Chef der Truppe. Nur zwei, drei Nummern kleiner, aber mit genauso viel Flair.

Doch nicht nur die Marktschreier finden sich auf dem Platz, rund um sie hat ein ganzes Dorf niedergelassen. Vom Hut über Hosen und Jacken, von Gewürzen bis hin zu Korbwaren findet sich, was das Herz begehrt.

Seit Freitagmorgen mischt die Truppe den Platz bei der Zehntscheune auf – auch ohne offizielle Eröffnung. Und wer sich mit frischen Waren eindecken will oder nur den witzigen Wortduellen der Marktschreier lauschen möchte, der ist dort genau richtig. Und ein Karussell für die kleinen Besucher findet sich auch. aw

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