Hockenheim

Louise-Otto-Peters-Schule Schüler schaffen Werke in Anlehnung an Künstler Clapeko van der Heide / Sehenswerte Ausstellung im Foyer eröffnet

Abstrakte geometrische Formen füllen den Raum

Archivartikel

Hell, licht und freundlich, so empfängt der im vergangenen Jahr eingeweiht Neubau der Louise-Otto-Peters-Schule den Besucher. Doch das Licht und die weißen Wände schaffen nicht nur ein anheimelndes Ambiente, sie lenken den Blick unweigerlich auf das Werk von Clapeko van der Heide, der den Auftrag erhalten hatte, das Gebäude mit „Kunst am Bau“ zu schmücken.

Eine Aufgabe, der sich der 1940 geborene und nicht nur in der Metropolregion anerkannte Künstler mit Bravour entledigte. Seine drei großformatigen, rechteckigen Werke unterschiedlicher Größe, die in drei verschiedenen Ebenen miteinander kommunizieren, strahlen in einem einladenden Blau, sind mit klaren Linien und Regenbogenzitaten ein willkommener Blickfang.

Bunte und einladende Bilder

Und die Kunst von Clapeko van der Heide ist ansteckend und in der Lage neue Werke zu kreieren. So haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2BKSP1/1 eingehend mit dem Künstler und seinem Werk befasst – immer hin hat er ihr Schulhaus gestaltet – und waren dabei schnell von den geometrischen Formen sowie der abstrakten Bildersprache infiziert.

Mit der Folge, dass in der Louise-Otto-Peters-Schule eine sehenswerte Ausstellung eröffnet werden konnte, die alleine schon im Titel „Voll kreise Striche“ damit kokettiert, von Clapeko van der Heide inspiriert zu sein.

Entstanden sind wunderschöne, bunte und einladende Bilder, gemäß der Überschrift „Kunterbunte Vielfalt“ und der Fußnote „Kann Spuren von Kreisen und Linien enthalten“. Bilder, die in ihrer Füller beeindrucken, die aber auch als Einzelwerke bestehen können und die, das freute die jungen Künstler besonders, das Gefallen von Clapeko van der Heide fanden, der es sich nicht nehmen ließ, zur Ausstellungseröffnung nach Hockenheim zu kommen.

Sein Dank galt nicht nur den Schülern, die sich mit seinem Werk befassten, und seine Bewunderung nicht nur den Künstlern – van der Heide hat seit 1982 verschiedene Lehraufträge, ist seit 1992 mit einem Lehrauftrag an der Uni Heidelberg präsent und verfügt über kunstpädagogisches Geschick –, sondern auch Kunsterzieherin Birgit Paraszczec, ohne die die Ausstellung nicht zustande gekommen wäre.

Und nun? Eigentlich, so die Pädagogin, hätte sie die Bilder an Ort und Stelle versteigern wollen, doch die anfangs von der Idee begeisterten Schüler hätten Gefallen an ihren Werken gefunden, wollen sich nicht mehr von ihnen trennen.

Weshalb es nun eine Frist bis Mittwoch gibt, bis dahin muss jeder Schüler entschieden haben, was mit seinem Werk geschieht: Behalten, der Schule als Raumschmuck überlassen oder doch für einen wohltätigen Zweck versteigern?

Während die angehenden Erzieher bis Mittwoch über diese Fragen sinnieren, hat dies für die Bevölkerung den großen Vorteil, dass sie bis dahin die Bilder im Foyer der Schule zu den üblichen Öffnungszeiten betrachten und bestaunen kann. Ein Besuch, der sich lohnt. aw

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