Hockenheim

Bahnlärm Bürgerinitiative Stille Schiene unterstützt gemeinsame Resolution zur Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim / Wesentliche Forderungen der Kritiker berücksichtigt

„Alibi-Veranstaltungen müssen ein Ende finden“

Archivartikel

Wie die Bürgerinitiative „Stille Schiene Hockenheim“ gestern mitteilte, unterstützt sie die am 1. Februar in Hockenheim unterzeichnete, gemeinsame Resolution der Gemeinden Schwetzingen, Oftersheim, Hockenheim und Neulußheim zum Bau der neuen Bahnstrecke zwischen Frankfurt und Mannheim.

Diese auch „NBS Frankfurt–Mannheim“ genannte Neubaustrecke wird gemäß der aktuellen Planung auch zu stärkeren Lärmimmissionen in vielen Gemeinden südlich Mannheims führen, so die Bürgerinitiative. „Mit dieser von der BISS-Hockenheim initiierten Resolution senden die vier unterzeichnenden Oberbürgermeister und Bürgermeister ein starkes Signal der bereits heute am stärksten von Bahnlärm betroffenen Gemeinden im Süden Mannheims an Bahn und Bundespolitik“, so die BISS.

Viergleisiger Ausbau

Die wesentlichen Forderungen der Interessengemeinschaft Bahnregion Rhein-Neckar 21 (IG BRN 21), in welcher die BISS-Hockenheim ebenso wie die Schwetzinger Initiative „Bürger gegen Bahnlärm “ aktive Mitglieder sind, fänden sich in der verabschiedeten Resolution wieder. Dazu gehöre ein viergleisiger Ausbau der Neubaustrecke inklusive einer Trennung von Personen- und Güterverkehr ebenso wie die Umfahrung (beziehungsweise Unterfahrung) dicht besiedelter Gebiete. Letzteres nicht nur entlang der Neubaustrecke selbst, sondern auch entlang aller betroffenen Bestandsstrecken, an denen die Neubaustrecke eine lärmerhöhende Folgewirkung erzeugen wird, findet die Bürgerinitiative.

Nach jetzigem Planungsstand liegen alle vier Unterzeichner-Gemeinden an einer solchen Bestandsstrecke, weshalb für diese die Anwendung von Neubaustandards bei der Lärmvorsorge besonders wichtig werden kann. Ebenso begrüßen die Bürgerinitiativen die in der Resolution deutlich gemachte Forderung nach Einrichtung eines regionen-übergreifenden Projektbeirats.

Interessen getrennt betrachtet

„Die bisherige Vorgehensweise von Bahn und Politik, durch regional getrennte Alibi-Veranstaltungen unter dem Begriff „Beteiligungsforum“ die Interessen Mannheims sowie der nördlich und südlich Mannheims gelegenen Gemeinden getrennt zu betrachten und auf diese Weise zu verhindern, dass die hier massiv tangierten Interessen betroffener Bahnanlieger und Kommunen in einem gemeinsamen Forum wirksam vertreten werden können, muss jetzt ein Ende finden“, kommentiert BISS-Vorstandsmitglied Konrad Sommer die Resolution.

Und auch hierfür sei die Resolution der Südgemeinden ein gutes Startsignal. kso

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