Hockenheim

Hockenheimer Marketing Verein Historischer Rundgang durch die Stadt mit Alfred Rupp

Als der Marktplatz noch Friedhof war

Hockenheim.Nach einer sehr erfolgreichen Premierenveranstaltung im Jahr 2017 nahm der Arbeitskreis „Lebensqualität & Identifikation“ des Hockenheimer Marketing Vereins das aktuell laufende Jubiläumsjahr der Stadt zum Anlass, eine weitere Auflage dieses beliebten Stadtrundgangs anzubieten. Nachdem aus dem Jahr 2017 noch eine lange Liste Interessierter übrig geblieben war, die seinerzeit aus Kapazitätsgründen leider nicht teilnehmen konnten, war der neue Rundgang bereits nach wenigen Tagen ausverkauft.

Geführt von Alfred Rupp, einem ehemaligen Stadt- und Oberstudienrat, der die Geschichte Hockenheims wie kaum ein anderer kennt, trafen sich die Teilnehmer auf dem früheren Friedhof, welcher sich bis ins 19. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Marktplatzes zwischen Pestalozzi-Schule und der evangelischen Kirche befand. Von dort führte der Rundgang vorbei an den Kirchen zum katholischen Gemeindezentrum St. Christophorus, dem ältesten Gebäude der Stadt.

Bedeutung der Fortuna-Kreuzung

Dort wurde die Gruppe von einer anderen ehemaligen Lehrkraft überrascht: Hans Rieder begeisterte die Teilnehmer in seiner Rolle als Fürst Karl-Theodor. Komplettiert wurde das kompetente und unterhaltsame Referenten-Trio durch Felicitas Offenloch-Brandenburger, die insbesondere auf die bereits lange währende Bedeutung der Fortuna-Kreuzung und die Rolle der dort früher betriebenen Fortuna-Gaststätte, einem Treffpunkt für Generationen Hockenheimer Bürger, hinwies. Von dort verließ die Gruppe den östlich des Kraichbachs angesiedelten Ursprung Hockenheims. Über den Zehntscheunenplatz ging es zum nächsten Highlight, der „Speyerer Bruck“ (heute die Kraichbach-Brücke in der Karlsruher Straße). Unter der in den 70er-Jahren umgestellten Nepomuk-Barockfigur von 1745 sieht man übrigens noch den Hinweis „Straße nach Speyer“.

Zum Abschluss des von einigen Regenfällen begleiteten Rundgangs trafen sich die Teilnehmer im historischen Museumskeller der Stadtwerke, wo man sich bei Wein, Bier und einer zum Anlass passenden, traditionellen Graupensuppe aufwärmen und das Erlebte in geselliger Runde diskutieren konnte. hm

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