Hockenheim

Umstellung Schulung zum neuen Kommunalen Haushaltswesen

Anderer Blick auf Finanzen

Hockenheim.Die Stadtverwaltung hat zum Jahresbeginn ihre Finanzen auf das neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) umgestellt. Der aktuelle Haushalt 2020 ist der erste nach diesem Verfahren. Dieser Schritt macht interne Schulungen erforderlich. Bereits im Dezember 2019 konnten die Mitarbeiter bei der Auftaktveranstaltung in der Stadthalle erste Einblicke in die Materie gewinnen.

Der neue städtische Haushalt unterteilt sich in einen Ergebnis- und einen Finanzhaushalt einschließlich der Investitionsmaßnahmen. Damit entfallen der bisherige Verwaltungs- und Vermögenshaushalt. Die nach dem NKHR angelegten Investitionsmaßnahmen gleichen in etwa dem bisherigen Vermögenshaushalt, jedoch mit geänderten Zuordnungen.

„Der Ergebnishaushalt entspricht in etwa dem bisherigen Verwaltungshaushalt. Er stellt den tatsächlichen wirtschaftlichen Ressourcenverbrauch und das Ressourcenaufkommen der Kommune dar, also die effektive Wertveränderung des kommunalen Vermögens“, sagt Rolf Fitterling, Leiter des Fachbereichs Finanzen der Stadt. „Der Saldo aus Aufwendungen und Erträgen gibt an, um welchen Betrag sich das Eigenkapital der Kommune im Haushaltsjahr voraussichtlich erhöht oder vermindert“, so Fitterling weiter.

Im Finanzhaushalt werden dagegen alle Zahlungsströme abgebildet. „Darunter fallen auch alle zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge des Ergebnishaushalts. Diese ergeben sich im Wesentlichen aus dem Gesamtergebnishaushalt abzüglich Abschreibungen und Inneren Verrechnungen“, erläutert Rolf Fitterling. Auch Ein- und Auszahlungen aus Investitions- und Finanzierungstätigkeiten werden erfasst.

Die Vorbereitungen für die Umstellung auf das NKHR laufen im Rathaus bereits seit dem Jahr 2018. Sie machte zahlreiche Schritte erforderlich, etwa die Anpassung der neuen Softwareprogramme des Finanzwesens. Sie müssen auf die neuen Produkte, Kostenstellen und Sachkonten des neuen Haushaltsaufbaus umgestellt werden. Ferner ist die neue Erfassung und Bewertung des Anlagevermögens der Stadt, beispielsweise ihrer Gebäude, erforderlich. zg

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