Hockenheim

Freizeitbad Personalmangel erschwert Betrieb

Aquadrom in Defizitspirale

Archivartikel

Hockenheim.Das Freizeitbad Aquadrom befindet sich in einer misslichen Lage. Die Besucherzahlen sind in den vergangenen Jahren von rund 440 000 auf nur noch rund 350 000 im Jahr gesunken. Das Defizit der Einrichtung ist mittlerweile auf knapp 3 Millionen Euro angewachsen. Angesichts des in die Jahre gekommenen Bades und des härter gewordenen Wettbewerbs flossen in den letzten Jahren obendrein rund 6,5 Millionen Euro in die Sanierung.

Das Aquadrom ist ein Eigenbetrieb der Stadtwerke, weshalb die Verluste bislang mit Einnahmen aus anderen Sparten wie der Stromversorgung verrechnet werden können. Doch auch diese Lösung wird ab einem gewissen Defizit schwierig werden.

Geplagt von Personalmangel – etwa 20 Prozent der rund 50 Mitarbeiter sind derzeit langzeitkrank und Saisonkräfte werden händeringend gesucht – haben die Verantwortlichen zum ersten Mal seit 2008 die Preise erhöht. Außerdem öffnet das Bad nicht mehr wie gewohnt um 8.30 Uhr, sondern erst um 10 Uhr. Dies sorgte bereits für Entrüstung in den Sozialen Medien, besonders bei Käufern von Saison- und Jahreskarten. Aufgeben will die Stadt ihr Freizeitbad allerdings nicht, wie die Verwaltung betont. sb

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