Hockenheim

Boxen BAC 55 Hockenheim richtet Baden-Württemberg-Cup aus / Andreas Propp ist mit dabei

Atmosphäre sorgt für Gänsehaut

Es ist zehn Jahre her, dass die Boxabteilung des BAC 55 Hockenheim einen Kampfabend ausgerichtet hat. Damals gab’s nur ein paar Kilometer weiter Konkurrenz: Schwergewichtler Wladimir Klitschko verteidigte erfolgreich seinen Weltmeistertitel in der Mannheimer SAP-Arena gegen Hasim Rahman (USA) durch technischen K. o. in Runde sieben. Diesmal gibt es zumindest dahingehend keinen Terminkonflikt, wenn sich am morgigen Samstag die Rudolf-Harbig-Halle in der Rennstadt in ein Mekka für Faustkämpfer verwandelt.

BAC-Box-Urgestein Dieter Hiegl erzählt freudig von den Vorbereitungen, die für den Baden-Württemberg-Cup getroffen werden. Der Herzblutsportler möchte nach einer Durststrecke „seinem“ Sport wieder ein Gesicht in der Region geben, den Talenten, die sich auch in den Reihen des BAC auftun, eine Bühne bieten. Und das Publikum aus der Kurpfalz begeistert sich für den Boxsport, das war vor vielen Jahren so und das – so hofft Dieter Hiegl – soll auch heute noch so sein. Er würde sich freuen, wenn am zweiten Adventswochenende die Rudolf-Harbig-Halle, Arndtstraße 3/1, aus allen Nähten platzt und Nachwuchsboxer wie Routiniers große Unterstützung erfahren würden.

Lieber kicken statt joggen

Apropos Routinier: Ein in der Region bestens bekannter und beliebter Boxer stülpt sich auch wieder die Handschuhe über. Andreas Propp feiert ein Comeback im Ring – und das mit 37 Jahren. Wie fit der hauptberufliche Fernfahrer noch ist, beweist er im Training beim BAC, das er, so oft es seine Zeit zulässt, besucht. Zweimal versucht er, hier zu sein. Dann bestaunen ihn die Jungspunde im Verein, bewundern die athletische Figur, die Muckis, die flinken Beine, die blitzschnellen Schläge. Zweimal die Woche trainiert er aber auch beim Fußball-B-Ligisten VfL Hockenheim, setzt im rechten Mittelfeld Akzente. Warum Fußball? „Nur joggen ist mir zu langweilig“, entgegnet Propp mit einem Grinsen auf die Frage. Und: Fußball macht ihm Spaß. Wie auch das Boxen. Der Militärweltmeister im Federgewicht von 2002 „kriegt noch immer Gänsehaut“, wenn er an die Atmosphäre bei Boxveranstaltungen denkt. Die Stimmung in der Halle sei ganz besonders. Deshalb freut er sich auf den Vergleich am 8. Dezember. Sein Kampf ist der Höhepunkt des Abends. Ab 16.30 Uhr ist an dem Tag Einlass, ab 18 Uhr steigen die Athleten in den Ring.

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