Hockenheim

Odenwaldklub Mehrtägige Fahrt liefert Einblicke in die Region der Partnergemeinde / Begegnung mit den Freunden aus Hohenstein-Ernstthal Höhepunkt der Reise

Auf den Spuren der sächsischen Geschichte

Archivartikel

Eine Reise des Odenwaldklubs führte nach Sachsen. Als erstes Ziel erreichte die Reisegruppe das Uhrenmuseum in Ruhla. Ausgangspunkt war die Gründung einer Metallwarenfabrik im Jahr 1862 durch die Gebrüder Thiel. Vor allem durch die Produktion der „Fearless-Taschenuhr“ wurde Ruhla zu einem der bedeutendsten Zentren der deutschen Uhrenindustrie. Nach dem Zimmerbezug und dem gemeinsamen Abendbuffet blieb nach der Fahrt noch Zeit, die Umgebung zu erkunden, schreibt der Verein.

Der erste Ausflugstag begann mit der Besichtigung des Eisenbahnmuseums in Schwarzenberg. Im Jahr 1990 schlossen sich einige Eisenbahnfreunde zusammen, retteten 1991 durch Ankauf einige zum Verschrotten anstehende Lokomotiven und legten somit 1992 den Grundstein zum Eisenbahnmuseum. Am Nachmittag stand Annaberg-Buchholz auf dem Programm.

Am nächsten Tag ging es Richtung Chemnitz zur Besichtigung von Schloss Augustusburg. Es schließt sich eine Motorrad- sowie Kutschenausstellung an. Starke Nerven braucht man für den Kerker mit seinen Folterinstrumenten. Die anschließende Freizeit in Chemnitz verbrachte jeder auf eigene Faust. Wer Zwickau besucht, kommt am Automuseum, das dem genialen Techniker und findigen Konstrukteur August Horch gewidmet ist, nicht vorbei. Seine Büroeinrichtung mit Sekretariat ist seit 1904 unverändert und schließt sich den Aus-stellungsräumen an. Die zweistündige Führung konnte nur einen groben Überblick auf die verschiedenen Automarken und Exponate (Horch, Audi, Wanderer, DKW, Trabant) geben; selbst für die Rennsportgeschichte in der obersten Etage wäre ein Vormittag nicht genug.

Hell und schlicht

Beim Nachmittagsbummel in der Altstadt war für jeden etwas dabei: der Dom St. Marien, die Priesterhäuser mit Museum der Stadt und das Robert-Schumann-Haus. Höhepunkt der Reise war die Begegnung mit den Freunden aus Hohenstein-Ernstthal. Angelika Laube begrüßte die Reisegruppe des Odenwaldklubs auf das Herzlichste mit einem traditionellen „Glück auf“, um anschließend im Ratssaal mit fundiertem Wissen ihre Heimatstadt näher zu bringen. Mit einem kleinen Rundgang zur Hohensteiner Kirche ging die Fahrt per Bus zur Ernstthaler Kirche, die durch ihre Helligkeit und Schlichtheit überraschte, weiter.

„Klein aber fein“ – das Karl-May-Geburtshaus durfte nicht fehlen. Das Textil- und Rennsportmuseum war ein Einblick in den Beginn der technisierten Arbeitswelt. Die Tribünen vom Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring waren noch nicht abgebaut und so konnten die Rennstädter hautnah den Ring erkunden.

Groß war die Freude beim Zusammentreffen mit den Wanderfreunden vom Erzgebirgsverein Hohenstein-Ernstthal, dessen Vorsitzender Herbert Herzog die Gäste mit launigen Worten begrüßte. Beim gemeinsamen Abendessen in der „Zeche“ bat die Vorsitzende des Odenwaldklubs, Christa Greif, gemeinsam das „Steiger“ und das „Bad’ner Lied“ zu singen. Angeregt durch das Partnerschaftswochenende zur 1250-Jahrfeier, erhielten Familie Laube und Herzog jeweils Madeleines aus der Partnerstadt Commercy sowie Kaffee aus der Hockenheimer Kaffeerösterei mit Jubiläumslogo. Für den Erzgebirgsverein überreichte sie einen Kupferteller mit dem Hockenheimer Wappen für dessen Vereinsheim.

„Wie schnell eine Woche vergeht“, war der Haupttenor am nächsten Morgen. In Holzhausen wurde eine Mittagspause im „Bratwurstmuseum“ eingelegt und Christa Greif bedankte sich für die harmonische Reise. zg/cgf

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