Hockenheim

Evangelischer Kirchenbezirk Kurpfälzer sammeln viele neue Eindrücke in Israel / Von Bethlehem bis zum See Genezareth

Auf den Spuren der Weltreligionen

Archivartikel

Viel gab es zu sehen, zu hören, zu erleben und zu lernen, während der nicht alltäglichen neuntägigen Reise des Evangelischen Kirchenbezirks südliche Kurpfalz in Verbindung mit Biblische Reisen Stuttgart unter Leitung von Gemeindediakon Reinhold Weber nach Israel. Angefangen in der Wüste Negev, wo die Schlucht Ein Avdat und der Krater Mizpe Ramon erwandert und das Grab von Ben Gurion, dem Staatsgründer Israels, besucht wurde.

Dann ging es weiter zur Festung Massada, die von Herodes dem Großen vor etwa 2000 Jahren gebaut wurde und die für die heutigen Israelis ein Nationalmonument darstellt. Die Ausgrabungen in Qumran mit den weltberühmten Schriftrollen und das Baden im Toten Meer standen ebenfalls auf dem abwechslungsreichen Programm.

Weiter ging es durch die Jordansenke zum See Genezareth und dort in den Nationalpark Gan HaSchlosha zum Schwimmen und Ausruhen. Wie fast überall in Israel sind hier die verschiedenen Religionen sehr nah beieinander und es liegen nur wenige Kilometer zwischen den jüdischen Stätten und christlichen Städten. Am See Genezareth lebte und wirkte Jesus. Auf dem Berg der Bergpredigt hörte die Gruppe die Seligpreisungen aus dem Neuen Testament, in Kapernaum wurde die Ausgrabungsstätte Haus des Petrus und die Brotvermehrungskirche besucht.

Einer der Höhepunkt der Reise der Kurpfälzer Gruppe war Jerusalem, wo die dritte Weltreligion – der Islam – dazukommt. Mit der sogenannten Klagemauer als heiligster jüdischer Stätte, der Grabeskirche für die verschiedenen christlichen Religionen und dem ehemaligen Tempelberg mit der Al-Aqsa-Moschee und dem Felsendom als moslimische Pilgerstätte treffen hier die unterschiedlichen Frömmigkeiten aufeinander.

An der Klagemauer

Die verschiedenen Religionen, die unzähligen christlichen Pilgergruppen aus verschiedenen Ländern und Erdteilen hinterließen einen tiefen Eindruck bei den Gästen aus Deutschland. Besonders erfreute einige, dass sie Gebetsanliegen von Freunden und Bekannten, die auf kleinen Zetteln standen, in die Ritzen der Klagemauer stecken konnten.

Beim Besuch von Bethlehem, der traditionellen Geburtsstätte von Jesus, und den Terrassengärten des palästinensischen Dorfes Battir, was zum Unesco-Welterbe zählt, wurde ein Checkpoint zwischen israelischem Staatsgebiet und Palästinensergebiet überquert, was problemlos vonstattenging. Hier wurde den Kurpfälzern auch die Besonderheiten in diesem politisch brisanten Land deutlich gemacht. Die letzte Nacht wurde im modernen und weltoffenen Tel Aviv verbracht, was viele nutzten, um noch einmal im Mittelmeer zu baden.

Mit ganz unterschiedlichen Eindrücken, wundervollen Begegnungen und vielen auch kleinen Erlebnissen und Ereignissen zum Nachdenken kehrte die Gruppe in die Heimat zurück.

Die beiden Reisebegleiter Gemeindediakon Reinhold Weber und Jonathan Tannenhauser freuten sich über die motivierte, interessierte und humorvolle Gruppe.

Eines kann Reinhold Weber als Fazit sagen: Alle haben viel gelernt – über die eigene und die „fremden“ Religionen und die komplexe politische Situation im Lande. Für manch einen gilt die Devise „Auf Wiedersehen in Jerusalem“ nicht im nächsten, aber vielleicht im übernächsten Jahr, denn in den Pfingstferien 2020 heißt es wieder: Studienreise mit Wandern, Baden und Yoga. rwe

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