Hockenheim

Bewegungsangebot Bauhof steckt viel Kreativität in die 15 Stationen des neuen Waldsportpfads / Stadt investiert rund 30 000 Euro für Ersatz des Trimm-dich-Pfads

Auf modernen Geräten an Fitness arbeiten

Archivartikel

Hockenheim.Fit in den Frühling lautet die Devise in der Rennstadt: Ab sofort kann auf einem neu angelegten Waldsportpfad die Gesundheit gefördert und der Körper ertüchtigt werden. Fast neun Monate lang wurde geplant und gearbeitet, jetzt gaben Christian Engel, stellvertretender Leiter des Fachbereiches Bauen und Wohnen, sowie Hans-Peter Hoffmann, Betriebsleiter des Bauhofes, gemeinsam den 15 Stationen umfassenden Parcours für die Nutzung frei.

Gemeinsam balancierten sie über Holzstämme und Wackelbretter, Slacklines und Metallrohre. „Die Balancieranlage ist einmalig“, erläutert Hans-Peter Hoffmann freudig. Er hatte sich – selbst ein leidenschaftlicher Sportler – intensiv auf die Gestaltung des Parcours vorbereitet. „Ich habe mir andere Anlagen angesehen und auch im Internet nach Ideen gesucht“, erklärt der Bauhofleiter. Dabei kam als besonderer Glanzpunkt die vierteilige Balancieranlage an Station fünf – nur wenige hundert Meter entfernt vom Pumpwerk. Sie ist eine jener Übungsgeräte, die eigens gekauft wurden.

Freude über besonderen Auftrag

„Wir haben auch einen Hangelsteg, ein Dreier-Reck und eine Bewegungsanlage zugekauft“, berichtet der Fachmann für den Außenbereich. Seine Mitarbeiter Michael Bimczok, Anna-Lisa Ziegler, Mike Angione und Karsten Peekel sowie Hendrik Reinert freuten sich über den ungewöhnlichen Auftrag.

Sie sind versiert in der Betreuung der 50 städtischen Spielplätze. Nun selbst die Pläne für eine Sportanlage zu realisieren, gefiel den Männern und der Frau in Orange sehr. „Ja, klar“, sagt Anna-Lisa-Ziegler, „das war schon mal was anderes, denn wir konnten wirklich kreativ werden.“ Sie selbst hatte die Wege vor der Einweihung noch einmal sauber geharkt. Dass hier kein neuer Belag ausgebracht wurde, hatte Förster Andreas Kolb entschieden.

Der Waldboden bietet eine hervorragende Dämpfung von Tritten und Aufprallen. Die 15 neuen Übungsstationen werden auf einem großen Schild beschrieben und bieten Sport und Spaß für jedes Alter wie beispielsweise beim Armkreisen, Froschhüpfen, Rumpfdrehen, Hürdenspringen oder Liegestütz.

Rund 30 000 Euro hat sich die Stadt Hockenheim die neue Installation entlang einer 1,8 Kilometer langen Strecke kosten lassen. Dort, wo früher der Trimm-dich-Pfad war, mussten die alten, morschen Geräte aus Gründen der Verkehrssicherheit demontiert werden.

Sie waren in den 1970er Jahren eingeweiht worden, als Trimm-dich hoch im Kurs der Bürger stand. Zuletzt hatten die Elemente vor 16 Jahren eine umfassende Reparatur erlebt. Als im Oktober 2016 der Gemeinderat gemeinsam mit dem Kreisforstamt eine Waldbegehung durchführte, konnten erste Pläne geschmiedet werden. „Die Stadt möchte mit dem Waldsportpfad das Angebot im Stadtwald verbessern“, erklärt Stadtsprecher Christian Stalf zu der Motivation, „das soll die Gesundheit der Bürger und Besucher fördern.“

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