Hockenheim

Seelsorgeeinheit Tausende Ministranten beim Papst in Rom / Unvergessliches Erlebnis für die Jugendlichen aus der Seelsorgeeinheit Hockenheim

Badnerlied schallt fröhlich durch die Ewige Stadt

Hockenheim/Region.Ministranten aus Altlußheim, Hockenheim, Neulußheim und Reilingen starteten zusammen mit zwei weiteren Jugendlichen und Kaplan Tobias Streit in die „Ewige Stadt“ Rom zur internationalen Ministrantenwallfahrt. Nach rund 17 Stunden Busfahrt kamen alle müde, aber neugierig in der heißen Stadt Rom an. Eine Woche waren sie unter der Leitung von Kaplan Streit in Rom unterwegs und genossen Land und Leute.

Schon gleich am ersten Abend konnten sich alle Teilnehmenden einen Eindruck verschaffen, was ihnen in den nächsten Tagen alles geboten werden sollte, denn nachdem die Zimmer im Hotel bezogen wurden, ging es gleich mit der Metro an den Petersplatz, um von dort aus ein bisschen am Abend durch die Stadt zu schlendern. „Überall waren tausende Jugendliche unterwegs – ein tolles Bild für die Zukunft der Kirche“, so Kaplan Streit.

Gottesdienst mit Weihbischof

Am Dienstag fand dann der Eröffnungsgottesdienst mit Weihbischof Dr. Michael Gerber für die Erzdiözese Freiburg in Sankt Paul vor den Mauern statt. Es war für die Jugendlichen ein toller Moment, denn man konnte sehen, dass es in der hiesigen Region tausende von Kindern und Jugendlichen gibt, die den Dienst am Altar mit Freude ausführen.

Gleich nach diesem Highlight kam der Höhepunkt der Wallfahrt. Papst Franziskus lud zur Audienz auf den Petersplatz ein. Bei gut 46 Grad Celsius über dem schwarzen Asphalt auf dem Petersplatz war dies eine Herausforderung. Nach einer scharfen Sicherheitskontrolle schaffte es die Hockenheimer Gruppe, einen guten Platz in der Nähe des Brunnens zu bekommen. „Wir hatten richtig Glück. Der Brunnen zur Erfrischung war genau neben uns und wir waren nur rund drei Meter vom Papst entfernt, als er mit seinem Papamobil durch die Reihen fuhr“, resümierte Kaplan Tobias Streit.

Neben den ganzen Sehenswürdigkeiten, leckerem Eis und den vielen Anstrengungen, die aufgrund der großen Hitze vorkamen, durfte der Spaß nicht fehlen. So waren die Romwallfahrer öfters in Kleingruppen unterwegs und konnten die Ewige Stadt erkunden. Leckeres Essen, ein Tag am Strand und im Meer sowie die Besichtigung der Katakomben und eine Bustour mit deutscher Sprachführung durften nicht fehlen.

Der Dekanatsgottesdienst in den Domitalla-Katakomben bleibt genauso viele Jahre in Erinnerung wie die Gesänge während den vielen Fußwegen und Aufenthalten in den Metrostationen. Immer wieder konnte man eine Gruppe das Badnerlied singen hören.

Auch die Malteser waren in Rom sehr wichtig, denn immer wieder kamen Pilger dorthin, weil sie die große Hitze auf Dauer nicht ausgehalten haben. Bei den Hockenheimer Wallfahrern mussten nur drei Teilnehmer aus der Gruppe zu den Maltesern, da die römische Sonne für viele eine Herausforderung war.

Der Hitze getrotzt

„Gott sei Dank haben alle bei uns die Romwallfahrt ohne bleibende Schäden genießen können. Außer dass jeder in der Gruppe einen Sonnenbrand hat und mancher einfach unter diesen Extremtemperaturen gelitten hat, ist nichts Schlimmes passiert“, lacht Kaplan Tobias Streit.

Als letzter großen Kraftakt stand für die Gruppe der Abschlussgottesdienst mit Erzbischof Stefan Burger und die anschließende 17-stündige Busfahrt auf dem Programm. „Einfach danke für die tollen Tage“, so Florian Müller, als alle herzlich mit einem kleinen Empfang an der Hockenheimer Kirche am Samstagmittag wieder empfangen wurden.

Doch das Wichtigste für die Gruppe war es, Gott zu danken und so haben alle in einer kurzen Dankandacht in der Kirche noch mal Gott für die schöne Zeit gedankt, bevor jede und jeder sich herzlich voneinander verabschiedet und dem Kaplan als Dank ein selbstgedichtetes Lied vorgetragen haben, um dann müde und überglücklich nach Hause ins Bett zu fallen. ts

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