Hockenheim

Gartenschaupark Förderverein freut sich über Trend zum Stiften von Pflanzungen / Ersatz für abgestorbene Exemplare / Wichtig für Aufnahme von Kohlendioxid

Baumpaten finden weitere Nachahmer

Archivartikel

Der Rotary-Club, der verstorbene Ehrenbürger Adolf Stier, die Kolpingsfamilie und Altbürgermeister Werner Zimmermann haben es vorgemacht: „Wer Bäume pflanzt, investiert in die Zukunft.“ Der Förderverein Gartenschaupark hofft auf viele Nachahmer, um die Grüne Lunge zu erhalten.

Die Birken der Rotarier sind Ersatz für die in den vergangenen Jahren der Trockenheit zum Opfer gefallenen Bäume. Damit ist im hinteren Teil der Aktionswiese das frühere „Birkenwäldchen“ wieder komplett. „Allein im letzten Winter mussten sechs Birken gefällt werden, lediglich eine ist noch übrig geblieben“, berichtet Karl Götzmann, Geschäftsführer des Fördervereins Gartenschaupark in einer Pressemitteilung.

Grundlage der Pflanzung war die Aktion „One Million Trees“ (Eine Million Bäume) der Rotarier-Jugendorganisation Rotaract, in Kooperation mit der Initiative „Plant for the Planet“ weltweit eine Million Bäume zu pflanzen. Zehn davon stehen jetzt im Gartenschaupark. Die Rotarier spendeten für die Birken 500 Euro und erhöhten damit ihre Baumspenden in den vergangenen Jahren auf insgesamt 25 Stück.

Rotarier setzen seit 2006

Der Rotary Club gehört zu den großen Unterstützern des Fördervereins und damit des Gartenschauparks. Seit 2006 pflanzt der Serviceclub den Baum des Jahres. Dazu gesellen sich großzügige Geldspenden für verschiedene Projekte im Park, unter anderem 1000 Euro für die Modernisierung des Spielplatzes.

Mittlerweile wurde am Birkenwäldchen eine Hinweistafel aufgestellt, die wichtige Informationen zum Klimawandel im Zusammenhang mit der Aufnahme des klimaschädlichen CO2 von Bäumen beinhaltet. Einer Studie zufolge kann der Klimawandel mit Aufforstungen effektiv bekämpft werden. Diese hätten das Potenzial, zwei Drittel der von Menschen gemachten CO2-Emissionen aufzunehmen, teilt der Förderverein in seiner Pressemeldung mit. Die Erde könne ein Drittel mehr Wälder vertragen, ohne dass Städte und Agrarflächen beeinträchtigt würden. Alleine diese Information mache deutlich, wie wichtig es ist, abgestorbene und kranke Bäume wieder zu ersetzen, findet Karl Götzmann.

Zum Jahresende wurden zwei weitere Bäume gestiftet und von Mitarbeitern des Bauhofs eingepflanzt: Ein Amberbaum (Liqudambar styraciflura) steht in der Nähe des Beachvolleyballplatzes für ein abgestorbenes Exemplar und ein Gingko Biloba (Lebensbaum) in der Nähe des Biotopes. kg

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