Hockenheim

Raststättenerweiterung Kritik an Bundesverkehrsministerium

Bayaz fordert Kehrtwende

Archivartikel

Bundestagsabgeordneter Danyal Bayaz (Grüne) hat in einer Pressemitteilung zur geplanten Erweiterung der Autobahnraststätte Hockenheim West den Erhalt des Stadtwalds und einen ernsthaften Dialog mit den Bürgern gefordert. Bayaz hatte im Juli vom Bundesverkehrsministerium eine „ebenso knappe wie wenig aussagekräftige“ Auskunft zum Planungsstand erhalten. Dass er aus unserer gestrigen Berichterstattung erfuhr, dass die Pläne scheinbar schon weiter gereift sind, „schafft weder Vertrauen noch zeigt es die eigentlich nötige Sensibilität für dieses so wichtige Thema“, kritisiert der Abgeordnete.

Eine „Politik des Gehörtwerdens“, bekräftigt Bayaz, „sieht anders aus, ist aber noch möglich, wenn jetzt eine Wende erfolgt.“ Mehr denn je stünden Regierungspräsidium und Bundesverkehrsministerium in der Verantwortung, endlich die Karten auf den Tisch zu legen und mit allen Beteiligten in einen offenen Dialog zu treten.

Waldschutz wichtiger denn je

Der jahrelange Einsatz der Grünen-Fraktion für den Erhalt und den Schutz des Stadtwaldes C 4 habe wichtige Gründe. Es gelte nicht nur, den Wald zu schützen, sondern auch mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen und endlich eine wirkliche Verkehrswende einzuleiten, anstatt Autobahnen sinnlos zu erweitern.

„Nach den Meldungen zum besorgniserregenden Zustand unserer Wälder diese Woche sollte allen zuständigen Stellen doch klar geworden sein, dass es wichtiger denn je ist, die vorhandenen Wälder zu schützen“, sagt Bayaz, der die Pläne des Bundesverkehrsministeriums, auf dem Gelände des Stadtwalds einen Park- und Rastplatz für bis zu 400 Lkw zu errichten, kritisch sieht. zg

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