Hockenheim

ASG Triathlon Hockenheim 26 Gipfelstürmer flogen über die Alpen / Vier Länder in acht Tagen durchquert / 1126 Kilometer und 16 000 Höhenmeter

Beim Ironman in Nizza vom Publikum angefeuert

Hockenheim.„Ein tolles Erlebnis, anstrengend, aber mit beeindruckenden Bergkulissen und malerischen Dörfern einfach faszinierend, das schreit geradezu nach Wiederholung“, so unisono die drei Neueinsteiger Wilfried Schmidt, Uwe Schwab und Siegfried Kahl, die sich an die Herausforderung von 1126 Kilometer und über 16 000 Höhenmeter auf der Jubiläums-Alpentour der ASG Triathlon und Freunden in acht Etappen von Nizza nach Hockenheim gewagt hatten. Unter den 26 Rennradlern waren mit Marion Gollnick und Regine Dunker zwei tourerfahrene Frauen.

Die erste Etappe hatte es schon in sich, am Sonntag startete in Nizza der Ironman, der den Rennradlern aus Deutschland zunächst den Weg versperrte. „Ein paar charmante Worte und Überredungskünste waren da schon nötig, ehe uns die Polizistin auf die für den Ironman abgesperrte Radstrecke ließ“ so Achim Sprotte, „da wir aber unsere eigens für die Alpentour angefertigten gelben Trikots an hatten, wurden uns die Straßen frei gegeben und an den Verpflegungsständen zugejubelt“. Überraschendes im weiteren Streckenverlauf, als sich das britische Profiteam SKY mit Chris Froome an der Spitze im Training befand und den ASG´lern mehrmals begegnete.

Der Cime de la Bonette (2802 Meter) forderte den Radsportlern alles ab, Regen auf der Anfahrt und Hagel auf der Spitze ließen die Fingerspitzen und Körper schnell leichte Frosterscheinungen aufweisen.

„Wir hatten einen Tag schlechtes Wetter gebucht, das hatten wir bei der 1. Etappe dann abgehakt und auf den restlichen sieben Etappen lachte die Sonne mit uns“ so Teilnehmer Wolfgang Schrank mit einem Augenzwinkern.

Die Sonne lachte den Radsportlern an den nächsten Tagen ins Gesicht und war ständiger Begleiter als es bei den Bergetappen über den Col du Vars (2109 Meter), Col d’Izoard (2360 Meter), Col du Galibier (2645 Meter), Col di Telegraphe (1566 Meter), Col de Iseran (2764 Meter), Col du Petit St. Bernard (2188 Meter) in Italien und weiter über den Col du Grand St. Bernard (2473 Meter) in die Schweiz ging. Dort veränderte sich auch etwas die „Topografie“ von anfänglichen Streckenlängen zwischen 100 und 150 Kilometern mit jeweils zwischen 2000 und 3000 Höhenmetern täglich wurden die Strecken nun bis 185 km lang bei unter 2000 Höhenmetern. Der Col des Moses (1445 Meter) sollte der letzte größere Berg auf der Heimfahrt in der Schweiz sein, ehe es über Biel (Schweiz) und Selestat (Frankreich) ab nach Hause ging.

Wegerscheinungen und Anekdoten gab es zuhauf an und auf der Strecke; „Es waren gefühlt 26 Navis mit auf der Strecke an den Rädern, aber nur zwei Sportler konnten ihre Geräte richtig bedienen“ scherzte Achim Sprotte. „Wo ein Defekt war, war Rainer; Rainer Kief machte jeden Platten und jedes Rad wieder fit“. In Nizza der Ironman, in Biel ein tolles Stadtfest, in Selestat am letzten Abend bei einem Pizza-Weltmeister gegessen und auf den Alpenetappen täglich das Pfeifen der Murmeltiere als Begleitung.

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