Hockenheim

Geburtstag Eduard Roth feiert heute seinen 80. Geburtstag / Früher erfolgreicher HSV-Handballer

Beleuchtung ist sein Metier

Archivartikel

„Es werde Licht“, heißt es in der Genesis im ersten Buch Mose. Und es wurde Licht und seitdem fasziniert es die Menschheit. Ebenso fasziniert es zeitlebens Eduard Roth, der heute 80 Jahre alt wird. Als verantwortlicher Beleuchtungsmeister (inzwischen heißt es Licht-Designer) am Mannheimer Nationaltheater hat er als Chef von knapp drei Dutzend Mitarbeitern Jahrzehnte für die richtige Beleuchtung gesorgt und war verantwortlich bei der Planung und Inszenierung großer Opern mit dabei.

Die ideenreiche fundierte Leistung von Eduard Roth fand Anerkennung: Er hat kein Wort auf der Bühne gesprochen, keinen Ton gesungen, keine Taste eines Konzertflügels berührt und wurde zum Ehrenmitglied des Mannheimer Nationaltheaters ernannt. Kein Wunder, viele der großen Musikinszenierungen mit seinen Lichtplänen fanden bundesweit Anerkennung, auf Gastspielreisen – unter anderem nach Swansea, Paris, Barcelona, Lausanne, Moskau oder St. Petersburg – war Chefbeleuchter Roth mit dabei.

Einstieg im Nationaltheater

Angefangen hatte sein beruflicher Weg in Hockenheim in der Ottostraße, wo er bei seinem gleichnamigen Onkel eine Elektrikerlehre abschloss. Danach hatte der damals 17-Jährige erfahren, dass am Theater in Mannheim „Elektroleute“ gesucht werden und damit war der Berufsweg vorgezeichnet. Hervorragende fachliche Leistungen, Selbstvertrauen, Verantwortungsbereitschaft und Ideenreichtum halfen Eduard Roth schnell weiter und mit 40 Jahren war er verantwortlich für die gesamte Beleuchtungsabteilung des Nationaltheaters.

Angebote von anderen Opernhäusern prüfte er mit seiner Frau Marliese sehr genau, aber man war sich stets schnell einig, in der Kurpfalz zu bleiben und in Hockenheim zu leben. Hier war Eduard Roth schließlich auch aktiver Handballer und arbeitete jahrzehntelang im Vorstandsteam des HSV mit.

In Hockenheim gründete er seine Künstler- und Veranstaltungsagentur, die Sohn Markus als Eventagentur ausgebaut hat, Sohn Knuth ist Beleuchtungschef der Stadthalle Heidelberg. Das Thema „Licht“ ließ Roth auch nach dem offiziellen Ausscheiden aus dem Beruf nicht los. Er arbeitete als freier Licht-Designer an verschiedenen Opernhäusern und ist jetzt noch unter anderem Fachdozent bei der Europäischen Medien-Event-Akademie in Baden-Baden sowie in der Karlsruher Prüfungskommission „Beleuchtungstechnik“ der IHK. Wer Rat, Ideen oder Hilfe sucht, der weiß, dass sich kaum jemand erinnern kann, dass Eduard Roth jemals „Nein“ gesagt hat. / fab

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