Hockenheim

HSV-Senioren Im Allgäu manchen Gipfel erklommen

Berg auf – per Rad

Archivartikel

Die Radseniorengruppe des HSV absolvierte ihre 19. große Tour über 490 Kilometer. Die heute 67- bis 83-jährigen Sportler haben sich dieses Mal einer größeren Herausforderung gestellt. Die Reise ging ins bergige Allgäu quer durchs Alpenvorland und es mussten über 1200 Höhenmeter bewältigt werden.

Die Teilnehmer Karl Brandenburger, Walter Kahrmann, Reinfried Kyburz, Peter Portune, Edi Roth, Heinz Scheuermann, Robert Stadler, Wolfgang Tiedtke und Edgar Zahn fuhren mit dem Zug nach Bad Grönenbach. Johannes Brückner transportierte die Fahrräder mit dem Bus und war wie immer für die Verpflegung der Mannschaft zuständig.

„Das war unsere bisher anspruchsvollste Tour“, sagt Chef-Organisator Edgar Zahn, der mit seinen Mitstreitern Peter Portune (Ausarbeitung), Karl Brandenburger (Unterkünfte) und Johannes Brückner diese Radreise geplant hat. Nach der Anreise starteten die Freunde ihre Tour in Richtung Stein und Immenstadt bei Regenwetter und trotzdem guter Laune. Bei stetig leichtem Anstieg radelten sie den Alpen entgegen. Zum Glück sollte dies der einzige Regentag bleiben.

Nach Immenstadt kam mit einem Anstieg ein Vorgeschmack auf die kommenden Kilometer, doch das atemberaubende Panorama entlohnte. Von der Zugspitze bis ins nahe Unterland, nahezu alles war zu sehen. Weiter ging’s Richtung Unterjoch hinein ins Tannheimer Tal.

Am nächsten Tag führte die Radrunde in Richtung Deutschland entlang des Flusses Ach durch Wälder und kleine Schluchten. Nach einem Zwischenstopp auf der Schlossberg-alm bei selbst gebrautem Bier aus dem Maria Hilfer Sudhaus ging es weiter über Füssen zum Forggensee. Am Ufer entlang blitzten auf der anderen Seeseite immer wieder die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau auf. An den Bahngleisen entlang erreichten die Radler Kaufbeuren, einen Wallfahrtsort geprägt von Spiritualität und Tradition. In Bad Wörishofen wurden das Badehäuschen und die Wandelhalle besucht.

Anspruchsvoller Anstieg

Am anderen Tag begann die Tour mit einem anspruchsvollen Anstieg und einer steilen kurvigen Abfahrt in Richtung Illerbeuren zum Schwäbischen Bauernhofmuseum. Original eingerichtete Häuser und Höfe erzählen die Geschichte der ländlichen Bevölkerung und ihrer Kultur.

Nach Überquerung der Iller wird es hügeliger, doch Leutkirch mit der malerischen Altstadt und Kopfsteinpflastergassen entlohnte beim Bummeln. In Bad Wurzach lockte das Ried. Am Obersee entlang erreichen die HSVler Kißlegg. Hier erheben sich barocke Prachtbauten zwischen Wiesen, Mooren und Wäldern. Am Ortseingang Wolfegg fuhren die Freunde zur Loreto-Kapelle, von wo aus sie eine Aussicht vom Zugspitzmassiv bis zu den Berner Alpen hatten. Abstecher zum Schloss mit Automobilmuseum und zum Bauernhausmuseum haben sich gelohnt.

„Alles hat prima geklappt, keine Unfälle, keine größeren Defekte, schöne Erlebnisse, sehr gute Unterkünfte und Gastfreundschaft“, war sich die Gruppe einig. zg

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