Hockenheim

Sanierung Regierungspräsidium muss Abbruchverfahren ändern / Gesamtzeitplan nicht gefährdet / Zufahrt A 61 aus Norden wird geöffnet

Beton der Salierbrücke mit PCB belastet

Archivartikel

Bei der Sanierung der Salierbrücke hat das Regierungspräsidium Karlsruhe eine unerwartet hohe Belastung des Betons mit Polychlorierten Biphenylen (PCB) am südlichen Geh- und Radweg festgestellt. Wie die Behörde gestern mitteilte, lässt sich aufgrund der Schadstoffbelastung das vorgesehene Abbruchverfahren mittels Hochdruckwasserstrahlen nicht wie geplant durchführen. Die daraus resultierenden Zeitverluste sollten jedoch im Lauf der Gesamtmaßnahme kompensiert werden können.

Die Verwendung von PCB ist in Deutschland seit Jahrzehnten verboten. In Ingenieurbauwerken wie Brücken sei eine vergleichbare Belastung bisher unbekannt, heißt es in der Mitteilung. Sie müsse bei den Rückbautechniken sowie der Entsorgung des Abbruchmaterials berücksichtigt werden. In Abstimmung mit den zuständigen Umwelt- und Arbeitsschutzbehörden würden derzeit verschiedene Lösungen untersucht.

Wasserfilteranlage wird getestet

So solle zeitnah eine Wasserfilteranlage getestet werden, um das bei Hochdruckwasserstrahlen anfallende Wasser reinigen und so das ursprünglich vorgesehene Bauverfahren doch noch einsetzen zu können. Um die Arbeiten nicht unterbrechen zu müssen, erfolge derzeit ein Teilabbruch unter Vorschneiden und Herausheben größerer Betonstücke.

Positive Erkenntnisse habe dagegen die Auswertung der Beobachtungen des Verkehrsführungskonzepts auf den Umleitungsstrecken auf der A 61 ergeben: Die Verkehrsteilnehmer hätten sich „schnell auf die neue Situation eingestellt“. Daher will das Regierungspräsidium voraussichtlich ab Freitag, 8. Februar, die Sperrung der Zufahrt auf die A 61 von der B 9 aus Norden kommend aufheben.

„Es hat sich gezeigt, dass viele Verkehrsteilnehmer nicht die ausgeschilderte Umleitung über die L 532 bei Schifferstadt nutzen, sondern an der Anschlussstelle Speyer-Nord von der B 9 abfahren, um sodann gleich in Fahrtrichtung Norden wieder auf die B 9 aufzufahren.“ Dabei komme es im Berufsverkehr an der Überleitung von der B 9 auf die A 61 vermehrt zu Rückstaus, heißt es in der Pressemitteilung aus Karlsruhe weiter.

Das RP bittet Verkehrsteilnehmer, den verlängerten Beschleunigungsstreifen im Bereich der Überleitung von der B 9 auf die A 61 zu nutzen und erst später auf die Autobahn zu wechseln, um eine flüssigere Verflechtung mit dem Verkehr auf der A 61 zu erreichen.

Pendlerparkplatz wird asphaltiert

Der Pendlerparkplatz auf badischer Seite entspreche in seiner Dimensionierung dem Bedarf. Nachdem sich das in den ersten Wochen der Brückensperrung gezeigt habe, soll die Fläche nun asphaltiert werden, sobald es die Witterung zulässt, teilt das Regierungspräsidium weiter mit. 

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional