Hockenheim

Lesung Romanvorstellung im Globus / Klaus Maria Dechants Debüt

Bizarre Morde im Swingerclub

Archivartikel

Hockenheim/Reilingen.Michaela Cordes ist bei der Polizei. Genauer gesagt – die 34-Jährige ist bei der Kriminalpolizei. Vor drei Jahren war die Kriminaloberkommissarin aus Hannover nach Schwetzingen gekommen, nun steht ihr Schreibtisch in Sichtweite des Schlosses. Was das Besondere an der blonden, durchtrainierten Frau ist? Sie ist eine Fiktion, die Hauptdarstellerin des Kriminalromans „Mordlust“. Und damit darf sie sich rühmen, die erste Kriminalfigur aus der Region zu sein.

Wenn wir schon bei den Premieren sind – der Krimi „Mordlust“ ist der Erstling des Reilinger Journalisten und Autors Klaus Maria Dechant. Mit dem Buch hat sich der Journalist – er absolvierte sein Volontariat Ende der 1980er Jahr bei unserer Zeitung – einen Traum erfüllt. Dechant, zunächst Redakteur bei einer Tageszeitung in Goslar, danach Reporter und Moderator beim Süddeutschen Rundfunk, arbeitete die vergangenen Jahre als Journalismus-Coach und PR- und Marketingberater.

Bei uns im Haus gelernt

Interessant ja, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung einräumt, aber immer weiter weg von seinen Wurzeln, von dem, was ihn eigentlich schon immer angetrieben hat – die Lust am Schreiben. Diese hat er sich mit seinem Erstling zurückerobert und schon jetzt steht fest, auf Michaela Cordes warten weitere Fälle.

Dechants Krimi kommt mit allerlei Lokalkolorit daher, Schloss und Ortsetter von Schwetzingen tauchen immer wieder auf, auch Nachbargemeinden werden in die Handlung einbezogen. Vielleicht deshalb ist es Dechant wichtig, dass Handlungen und Personen seines Romans ansonsten frei erfunden sind. Immerhin, gemordet wird im Swingerclub und da will man ja niemand auf die Füße treten.

Tatort bei prickelnden Abenteuern

Junge und weniger junge, lebenslustige Frauen sind auf der Suche nach einem prickelnden Abenteuer , doch was sie finden, ist der Tod. Ein Serienkiller treibt sein Unwesen und hinterlässt auf den Opfern sein charakteristisches Merkmal.

Cordes kniet sich in den Fall hinein und peu a peu nimmt ihre Gestalt Konturen an, erfährt man aus ihrer Geschichte, was sie nach Schwetzingen verschlagen hat, wie ihr Privatleben aussieht und mit wem sie ihr Bett teilt. Und es zeichnet sich ab, dass sie in den kommenden Romanen immer mehr an Profil gewinnen wird.

Wer Lust auf den Erstling hat, der ist eingeladen, am Samstag, 9. März, in den Globus zu kommen. Dort, in der neu eingerichteten Ecke für regionale Kriminalliteratur, wo schon seit geraumer Zeit eine Corsage auf den Roman aufmerksam macht, wird Klaus Maria Dechant zwischen 15 und 17 Uhr sein Erstlingswerk vorstellen. Dechant wird nicht nur aus dem Buch lesen, er steht auch für Gespräche mit interessierten Lesern zur Verfügung und natürlich wird er seine Bücher auch signieren. Und mit einem Glas Sekt auf seinen Erstling anstoßen. / aw

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