Hockenheim

Sozialstation Hospiztage mit Vorträgen, Gottesdienst und Film

Blick richten auf Lebensende

Archivartikel

Habe ich ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben? Hilft mir mein Glaube? Wie steht es um die Pflege alter Menschen in Heimen? Wie kann eine kirchliche Sozialstation Menschen muslimischen Glaubens begleiten? Diese Fragen und erste Antwortversuche stehen im Mittelpunkt der Hospiztage, die die Kirchliche Sozialstation im April veranstaltet.

Beate Bikowski, Leiterin des Hospizdienstes der Sozialstation, und Pfarrer Michael Dahlinger von der Evangelischen Kirchengemeinde haben für vier Abende ein ebenso ansprechendes wie anspruchsvolles Programm zusammengestellt.

Den Auftakt macht Klaus Holland. Er ist Autor zahlreicher Bücher, Ratgeber und Fachaufsätze sowie einer bekannten Vorsorgemappe für die letzte Lebensphase. Ausgehend von der Gesetzeslage geht er folgenden Fragen nach: Wo genau liegen die Trennlinien zwischen der erlaubten Beihilfe zum Suizid und der unerwünschten professionellen Ausübung dieser Hilfe zum Sterben? Wie steht es eigentlich bei uns um die vom Grundgesetz garantierte Selbstbestimmung in der letzten Lebensphase?

Trost durch Religion und Glauben?

Können Religion und Glauben, kann Beten trösten? Und wenn ja, wie geht das? Hilfe schenkt ein Gottesdienst, den Pfarrer Michael Dahlinger und Beate Bikowski gestalten. Ausgangspunkt ist dabei das Gebet des schwerkranken Königs Hiskia, das in der Bibel überliefert ist.

Der Pflegenotstand ist ein gesellschaftliches Dauerthema. Talkrunden dazu gibt es viele. Die ARD-Reihe „Polizeiruf 110“ hat sich ebenfalls des Themas angenommen. In eine Krimihandlung eingebettet, erlebt der Zuschauer hautnah einen Nachtdienst in einem Pflegeheim aus der Sicht eines Kommissars. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit Pia Haas-Unmüßig vom Diakonischen Werk Baden.

Inzwischen gehören muslimische Mitbürger ganz selbstverständlich zu den Patienten der kirchlichen Sozialstation. Was für Herausforderungen erwarten hier die Pflegekräfte? Auf welche kulturellen und religiösen Bedürfnisse gilt es Rücksicht zu nehmen? Ümmügülsüm Koc ist selber Muslima, arbeitet als examinierte Altenpflegerin bei der Kirchlichen Sozialstation und ist Palliativfachkraft in Ausbildung. Sie berichtet von ihren Erfahrungen. md

Info: Mehr Infos gibt es unter www.evangelisch-in-hockenheim.de

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