Hockenheim

OB-Wahl Grüne sprechen keine Empfehlung aus

Bürger haben es in der Hand

Archivartikel

Grundsätzlich könne es in einer bestimmten Situation sinnvoll sein, als Partei oder Wählervereinigung für einen Kandidaten eine Empfehlung auszusprechen. Allerdings handele es sich bei der Wahl zum Oberbürgermeister in erster Linie um eine Persönlichkeitswahl, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen. Die Grünen bleiben bei ihrer Linie und werden beim ersten Wahlgang keine Empfehlung für einen Kandidaten oder eine Kandidatin aussprechen.

„Die Bürger konnten sich in den vergangenen Wochen von der persönlichen und fachlichen Eignung der fünf Kandidaten selbst ein Bild machen und haben es nun in der Hand, in guter demokratischer Übung ihre Wahl zu treffen“, so die Mitteilung weiter.

Sollte ein zweiter Wahlgang erforderlich sein, werde neu zu überlegen sein, ob im Interesse eines zukunftsorientierten Hockenheims eine gezielte Wahlempfehlung sinnvoll erscheint.

Grundlage nach Prinzipien

Der von den Kandidaten vorgelegte „Strauß an Ideen und Vorstellungen“ werde im kommunalpolitischen Alltag auf dem Prüfstand stehen. Vieles könne in der vorgetragenen Form sicher nicht umgesetzt werden. Es stelle eine Selbstverständlichkeit dar, dass die neu formierte grüne Fraktion im Gemeinderat mit dem neuen Amtsinhaber sachlich und zukunftsorientiert im Interesse Hockenheims zusammenarbeiten werde, sicherte der Grünen-Fraktionssprecher Adolf Härdle zu – „selbstverständlich ist aber auch, dass dabei die grünen Inhalte, wie im Kommunalwahlprogramm dargelegt, die sachliche Grundlage bilden“.

In den letzten 60 Jahren habe sich Hockenheim zu dem entwickelt, was es heute ist. Generationen von ehrenamtlichen Gemeinderäten hätten mit Unterstützung der Bürger und gemeinsam mit den verantwortlichen Amtsinhabern ihren Beitrag dazu geleistet. Das Talhaus, die Offene Jugendarbeit, das Pumpwerk und das Juz, die mit viel Grün durchzogenen Baugebiete, der Landesgartenschaupark und die erfolgreiche Bewältigung der finanziellen Probleme des Hockenheimrings werden beispielhaft genannt. „,Neue Zeiten erfordern neue Antworten‘, diesem Anspruch werden sich die Bürger gemeinsam mit dem Gemeinderat und dem künftigen Oberbürgermeister zu stellen haben“, so die Grünen abschließend. zg

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