Hockenheim

Gartenschaupark Gärtner und Rentnertrupp pflanzen den Sommerflor an / 6000 Pflanzen wurden in Handarbeit in die Wechselbeete eingesetzt

Bunte Blütenpracht begrüßt die Besucher

Archivartikel

Wenn in den heimischen vier Wänden von Winter auf Sommer umdekoriert wird, ist dies stets mit einigem Aufwand verbunden. Accessoires werden ausgetauscht, die Licht und Wärme spendenden Kerzen der dunklen Jahreszeit weichen Teelichtern und das Tannengrün macht Platz für farbenprächtige Blumensträuße. Ähnliches spielt sich im Frühjahr im Gartenschaupark ab, wenn auch in einem ungemein größeren Umfang.

Klar, wenn man einen Park sein Eigen nennt, dann will man, dass sich in ihm die Jahreszeiten widerspiegeln. Und zwar mit einem dicken Ausrufezeichen, also nicht gemächlich und behutsam wie auf einer extensiv genutzten Wiese, sondern mit Pauken und Trompeten, mit einer Explosion an Farben und Gerüchen.

Kurzum – die Blumen müssen meist komplett ausgetauscht werden. Für den Rentnertrupp, der sich um den Park kümmert, eine Herkulesarbeit, meist sind es mehrere Tausend Pflanzen, die ausgetauscht werden müssen. So wurden dieser Tage beispielsweise der Winterflor – überwiegend Stiefmütterchen – abgeräumt, zusammen mit Tulpen, die den Frühling begrüßt hatten und wurden die Wechselflorbeete vorbereitet, so dass nun rund 6000 Sommerblüher eingepflanzt werden konnten.

Man glaubt es kaum, auch ein Park ist der Mode unterworfen, Pflanzen, die gestern noch todschick waren wirken heute altbacken, andere stehen plötzlich im Rampenlicht und wollen gewürdigt sein. Dementsprechend dominieren beim Sommerflor des Gartenschauparks in diesem Jahr das Indische Blumenrohr (Canna indica), Federborstengras (Penesedum rubrum), Hängegeranien (Petunie) und Heiligenkraut (Santolina). Auch Begonien der Sorte „Dragon Wing“ wurde fleißig angepflanzt – sie haben den großen Vorteil, im Schatten der Eichen gut zu gedeihen.

Doch nicht nur im Gartenschaupark hat der Sommer Einzug gehalten, wie die Spaziergänger am Wochenende bei versprochenen hochsommerlichen Temperaturen anhand der Blumen sehen können, auch im Stiegwiesenpark war die Rentnertruppe der Parkanlagen-Gesellschaft unter Anleitung von Stadtgärtner Markus Hartmann am Werk. Dort setzen die Mannen mit dem grünen Daumen auf eine bunte Mischung aus mehrfarbigen Minipetunien, gelbem Zweizahn (Bidens ferulifolia) und Fuchsien. Für den Schattenbereich unter den Mammutbäumen wurden auch hier Begonien verwendet.

Alles in allem bietet der Park ein einladendes Bild, das anziehend wirkt und Lust zum Verweilen im Freien macht. Sei es beim Schlendern entlang der Beete, sei es sonnenhungrig auf der Liegewiese, emsig mit den Kindern auf dem großen Spielplatz des Parkgeländes oder sportlich beim Volleyball – der Park bietet für jeden Geschmack und jedes Temperament das passende Angebot. aw

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