Hockenheim

Rhein-Neckar-Schachjugend Weltmeister Anatoli Karpow spielt im Deutsch-Amerikanischen Institut in Heidelberg gegen 25 Spieler aus der Region

Das königliche Spiel ist längst als Breitensport beim Bürger angekommen

Archivartikel

Schach verbindet Nationen und schafft Freundschaften. So auch zwischen dem Manager des Bundesligisten SV Hockenheim, Dieter Auer, und dem ehemaligen langjährigen Weltmeister (1975 bis 1985 sowie 1993 bis 1999) und Schachlegende Anatoli Karpow aus Russland.

Sehr zur Freude aller Jugendspieler der Karpow-Schachakademie Rhein-Neckar erklärte sich das Deutsch-Amerikanische Institut (DAI) in Heidelberg bereit, eine Simultan-Vorstellung mit dem ehemaligen Weltmeister zu veranstalten. Dabei spielt er am Samstag, 25. November, ab 12 Uhr gleichzeitig gegen gut 25 andere Schachspieler. Eine durchaus große mentale Herausforderung.

In der Bundesliga am Brett

Karpow ist der Metropolregion Rhein-Neckar seit langem verbunden. 1995 trug er sich bereits in das Goldene Buch der Stadt Heidelberg ein. Mit dabei waren Vertreter des badischen und deutschen Schachbundes sowie des Förderers des Schachsports, Dr. h.c. Manfred Lautenschläger.

Karpow ist ein Beispiel dafür, wie man bis ins Alter hinein Schachsport aktiv betreiben kann, ist er doch seit 2011 hin und wieder am Spitzenbrett der Schachvereinigung 1930 Hockenheim in der Schachbundesliga im Einsatz und sorgt stets für Furore und Aufsehen. Mit seinem Einverständnis trägt der Schachstützpunkt Rhein-Neckar-Odenwald als Karpow-Schachakademie (KSA) seinen Namen.

Dies tut dem Schachsport gut, ist dieser doch ein weit verbreiteter Breitensport, aber wenig publikumswirksam. Leider hält sich so auch dessen öffentliche Förderung in der Region in Grenzen, obschon Baden mit den Schachfreunden aus Hockenheim und der OSG Baden-Baden die Spitzenclubs der auch international hochrangig besetzten Schachbundesliga stellt.

Gegner wurden ermittelt

Umso größer war jetzt die Freude, diese Simultanveranstaltung mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut durchführen zu können. Die Teilnehmer der Simultanvorstellung wurden vom Projektleiter der Schachferiencamps, Bernd Hierholz, beim Sommercamp im Stadthallenrestaurant Rondeau in Hockenheim sowie beim Herbstcamp im Racket Center Nußloch in Qualifizierungsturnieren ermittelt.

Als Sieger beim Sommerturnier konnte Anton Hardt verlustpunktfrei einen Freiplatz gegen Weltmeister Anatoli Karpow ergattern. Ebenso Marco Yang, der das Herbstcamp gewann sowie als einer der Besten seiner Altersklasse Marco Dobrikov.

Die weiteren Plätze im Simultan werden durch den Schachbezirk Heidelberg belegt, der auch für die Organisation vor Ort verantwortlich zeichnet. Das interessierte Schachpublikum ist zu dieser Veranstaltung eingeladen. Der Eintritt ist frei. da

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