Hockenheim

Politik SPD-Abgeordneter Daniel Born begrüßt Wahlkreisgruppe im Landtag / Rundgang durchs neue Besucherzentrum mit viel Technik

Debatten bis ins stille Örtchen

Archivartikel

Region.„Es ist einfach etwas ganz anderes, ob man in der Zeitung von der Landesbauordnung und dem Gezänk innerhalb der Landesregierung um deren Reform liest oder ob man seinen Wahlkreisabgeordneten im Plenarsaal des Landtages dazu sprechen hört“, fasste ein Teilnehmer seine Eindrücke auf der Rückfahrt von Stuttgart zusammen. Auf Einladung des SPD-Wahlkreisabgeordneten Daniel Born war ein Bus voller neugieriger Bürger aus der Region in die Landeshauptstadt gefahren.

Dort liefen die Kurpfälzer direkt dem SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzenden, Andreas Stoch, in die Arme und es wurden Selfies mit dem SPD-Spitzenpolitiker vor dem Landtagsgebäude gemacht. „Über Einladungen von Daniel in seinen Wahlkreis freue ich mich immer – also bis zum nächsten Mal in der Kurpfalz“, meinte Stoch, bevor er zu seinem weiteren Gesprächstermin musste.

Nur wenige Meter weiter auf dem Weg in die Innenstadt und dem dort ansässigen Landtagsbüro des Schwetzinger Landtagsabgeordneten traf man auf den frisch gewählten Juso-Landesvorsitzenden Pavlos Wacker – und erneut wurden die Smartphones gezückt.

Das offizielle Programm im Landtag selbst begann mit einem kurzen Rundgang durch das neue Besucherzentrum, wo man sofort auf allen Kanälen den Wahlkreisabgeordneten erleben durfte: Auf mehreren Bildschirmen war Born bei einer seiner Reden live zu verfolgen und es wurden Fotos mit dem Abgeordneten im Fernseher gemacht.

Gegen Abstriche im Wohnungsbau

Einer der Teilnehmer rief zur Belustigung der Gruppe „Sogar auf der Toilette entkommt man der Wortgewalt unseres Abgeordneten nicht“. Tatsächlich ist es so, dass im Landtagsareal die aktuelle Plenardebatte in alle Räume übertragen wird. Also auch auf Örtchen, die eigentlich als still gelten.

Dass Daniel Born sich in seiner Rede dafür stark machte, in Sachen Barrierefreiheit beim Wohnungsbau keine Abstriche zu machen und die Landesregierung aufforderte, künftig deutlich mehr Engagement in Sachen Wohnungsbau an den Tag zu legen, kam dabei gut an.

Zum Rundgang durch das Landtagsgebäude gehörte auch die Teilnahme an der Plenardebatte von der Besuchertribüne aus. Dabei konnte die Gruppe nicht nur beobachten, dass im baden-württembergischen Parlament Gesetze abschließend nicht durch Handzeichen, sondern durch Aufstehen der Abgeordneten verabschiedet werden, sowie Diskussionen zu den Themen Privatschulen und Rundfunkgebühren verfolgen.

Seinen Abschluss fand der Besuch in einer längeren Gesprächsrunde mit Daniel Born im Sophie-Scholl-Saal, dem Sitzungsraum der SPD-Fraktion. „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir als SPD-Fraktion im Sophie-Scholl-Saal tagen. Sie hat so gekämpft und mit ihrem Leben bezahlt, dass Deutschland eine Demokratie sein kann. Das berührt einen in der täglichen Arbeit“, begann der Abgeordnete das Gespräch. „Wie gelingt uns Demokratie?“, „Wie leben wir in Zeiten der Digitalisierung?“ oder „Was muss Politik für den Klimaschutz tun?“ waren einige Fragen, über die sich Born mit den Bürgern austauschte. Aber auch konkrete Fragen zur Tätigkeit eines Wahlkreisabgeordneten fanden Platz.

Schwerpunkt: für Menschen da sein

„Ich bin Landespolitiker und arbeite in der Opposition dafür, das Gesetze besser werden oder zumindest deutlich wird, wie man es hätte besser machen können. Aber der Schwerpunkt meiner Arbeit ist, für die Menschen im Wahlkreis mit allen Anliegen und Sorgen da zu sein. Da spielt es dann auch keine Rolle, ob man Opposition oder Regierung ist – da geht es um den ganz konkreten Fall“, erklärte Born die verschiedenen Facetten seiner Arbeit.

Mit einem Fototermin auf der Dachterrasse der SPD-Fraktion mit dem herrlichen Blick auf Landtag, Schloss, Königsstraße und Fernsehturm endete das Tagesprogramm in der Landeshauptstadt. zg

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