Hockenheim

Kunstverein Christian Awe zeigt seine Werke in der Stadthalle / Bei einem Workshop erläutert er die Grundbegriffe des künstlerischen Gestaltens

Die Demokratisierung der Kunst ist sein Anliegen

Kunst ist nicht elitär. Christian Awe, dessen Ausstellung am Freitag, 31. Juli, 17 Uhr, in der Stadthalle eröffnet wird, hat ein klares Verhältnis zu seinem Schaffen. „O‘den vie“ heißt der Titel der Ausstellung und wie das Wasser des Lebens gehört die Kunst zu dem seinen, ist ein untrennbarer Teil von ihm.

Doch es sind nicht nur Worte, mit denen er sein Verhältnis zur Kultur beschreibt, Awe lebt seine Kunst ganz selbstverständlich im Umgang mit den Menschen, ist ein Künstler zum Anfassen, kein Bewohner eines Elfenbeinturms. Die Demokratisierung von Kunst und Kultur ist ihm ein Anliegen, für jeden soll das Sujet zugänglich sein. So war es für den Berliner ein Selbstverständlichkeit, einen Tag vor der Eröffnung seiner Ausstellung Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die sich für Kunst interessieren, sein Metier vorzustellen.

Großes Freiluftatelier

Im Schatten der wuchtigen Bäume, die im Park hinter der evangelischen Stadtkirche befinden, hatte sich am gestrigen Nachmittag eine lustige Schar eingefunden und machte die Wiese zu einem großen Freiluftatelier. Christian Awe war dabei ein geduldiger Vertreter seiner Zunft, der mit zwei Leinwänden, jeder Menge Klebeband und vielen Schablonen zeigte, wie aus einer weißen Vorlage mit vielen Sprühflaschen eine Tür wird, die sich weit zum Land der Fantasie öffnet.

Kunst anzuschauen sei nicht genug, lautet sein Credo, sie müsse erlebt, selbst gestaltet werden. Weshalb es dem Künstler ein Anliegen ist, dem komplexen Werdegang, von der Idee bis zum Produkt, anschaulich zu machen. Weshalb er mit den Teilnehmern des Workshops nicht nur auf der Wiese anzutreffen war, sondern zuvor auch in der mittlerweile in der Stadthalle aufgebauten Ausstellung, wo er seine Kunst vorstellte, erklärt, was er macht.

Großformatige Werke geschaffen

Die zwei großformatigen Kunstwerke, die bei der Aktion entstanden, werden hoffentlich einmal der Öffentlichkeit vorgestellt, wünscht sich Awe, dessen Werk Interessierte in der Stadthalle sehen können.

„Ob auf Leinwand, Papier oder großflächigen Wandbildern von 500 Quadratmetern und mehr – Awes Werke beeindrucken durch ihre Rasanz und ihre Lebendigkeit. Energetisch farbgewaltige Rinnsale, gepaart mit luftig schwebenden Gesten vereinen sich zu poetisch pulsierenden Welten aus Kolorit, die den Betrachter mitreißen in einen Kosmos der Farben und Emotionen“, heißt es in der Einladung des Kunstvereins und wahrlich, in den Bildern von Awe übernimmt die Farbe das Kommando, erzählt sie in zahlreichen ineinander übergehenden Formen Geschichten.

Die Ausstellungseröffnung am Freitag, 31. Juli, findet in verschiedenen Zeitfenstern statt; beginnend um 17 Uhr, jeweils ein halbe Stunde dauernd und mit einer viertelstündigen Pause, so dass sie um 20.30 Uhr endet. Musikalisch werden Fabian Gallet, Saxofon, und Julian Seiler, Piano, das Künstlergespräch begleiten. aw

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