Hockenheim

Altenheim Sankt Elisabeth Patronatsfest in Gedenken an eine ungarische Königstochter / Nächstenliebe stand für sie an erster Stelle

Die Feier zu Ehren einer Heiligen

Archivartikel

Das Altenheim Sankt Elisabeth feierte zu Ehren der heiligen Elisabeth, das traditionelle Patronatsfest. Das Foyer war bis auf den letzten Platz von Bewohnern, Gästen der Tagespflege, Mitarbeitern und Gemeinde-mitglieder voll besetzt. Dekan Jürgen Grabetz zelebrierte gemeinsam mit Kaplan Springer die Eucharistiefeier und dankte im Anschluss allen Mitarbeitern des Hauses, die täglich im Zeichen der heiligen Elisabeth ihren Mitmenschen dienen.

Nach der heiligen Messe begrüßte Heimleiter Markus Hübl alle Anwesenden und erläuterte die Namensgebung vom Altenheim Sankt Elisabeth in Hockenheim und den Werdegang des „alten“ Sankt Elisabeth. Er beendete seine Ansprache mit der Hoffnung, dass die Heilige Elisabeth weiterhin über das Haus und den begonnenen Neubau wachen werde. Übrigens werde das Altenheim während der gesamten Bauzeit in den verschiedenen Phasen immer im Betrieb bleiben und somit auch weiterhin neue Bewohner aufnehmen.

Traditionell legte Heimleiter Hübl ein Rosengebinde an der Statue der heiligen Elisabeth vor dem Haus nieder. Anschließend hielt Daniela Scherz einen mit Bildern untermalten Vortrag über das Leben und Wirken der heiligen Elisabeth.

Nichts als lauter duftende Rosen

Die ungarische Königstochter wuchs mit ihren späteren Mann Ludwig auf der Wartburg auf. Sie heirateten, bekamen drei Kinder und führten eine glückliche Ehe. So wurde auch die Legende vom berühmten Rosenwunder vorgetragen.

Ludwig sah seine Frau mit gefüllter Schürze von der Burg hinabsteigen und folgte ihr. Als er sie einholte wollte er wissen und sehen, was Elisabeth unter ihrer Schürze versteckte.

Doch als sie ihre Schürze aufschlug, sah er nichts als lauter duftender roter Rosen. Als junge Frau verlor Elisabeth ihren Mann, wurde von der Wartburg verwiesen und so begann ihr Weg in die Armut. Sie schloss sich den dritten Orden des Heiligen Franz von Assisi an und gründete in Marburg ein Hospital, wo sie Dienste am Nächsten ausübte. Dort verstarb Elisabeth nach kurzer Krankheit im Alter von 24 Jahren.

Hauseigenes Essen zum Abschluss

Nach der Feier, die mit dem Lied „Wenn das Brot, das wir teilen“ zu Ende ging, verteilte die Heimleitung rote Rosen an die Damen, die mit Vornamen Elisabeth heißen oder eine Abwandlung davon als Namen tragen, als kleinen Glückwunsch zu ihrem Namenstag.

Zum Abschluss wünschte Heimleiter Hübl den Anwesenden einen guten Appetit, alle nahmen an den festlich gedeckten Tischen Platz und ließen sich das Essen schmecken, welches vom hauseigenen Küchenteam liebevoll zubereitet wurde. ds

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