Hockenheim

Friedrich-Gauß-Gymnasium Schüler pflanzen 400 Bäume / „Plant-for-the-Planet“ für Klimaschützer

Die Zukunft selbst gestalten

Archivartikel

Es sind Kinder mit weißen T-Shirts und dem grünen Aufdruck von „Plant-for-the-Planet“, die sich für den Klimaschutz und die Umwelt einsetzen. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Marcus Zeitler nehmen Kinder aus 20 unterschiedlichen Städten teil. Zeitler ist begeistert, dass sich bereits so viele Kinder und Jugendliche in deren Alter für dieses komplexe Thema engagieren: „Ihr seid ein tolles Beispiel für die Bevölkerung, denn ihr redet nicht nur wie eben die Politiker, sondern engagiert euch aktiv.“

„Plant-for-the-Planet“ ist eine Akademie, bei der sich Schüler zwischen neun und zwölf Jahren für weltweite Klimagerechtigkeit einsetzen. Der Akademie geht es zudem darum, einen Lerneffekt bei Kindern zu erzielen. Die bereits ausgebildeten Botschafter Ronja und Lia begeistern die Akademie-Teilnehmer, die für die Klima- und Gerechtigkeitsproblematik sensibilisiert werden und so ebenfalls zu Botschaftern werden sollen. Die Schülerinitiative besteht bereits seit 2007. Damals stieß ein Schüler während seiner Recherchen für ein Referat auf die Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, die in 30 Jahren 30 Millionen Bäume pflanzte. Der Schüler kam auf die Idee, dass Kinder in jedem Land der Erde Bäume pflanzen könnten, um somit als Weltfamilie für eine faire Zukunft zu kämpfen.

Kinder kreieren eigene Schokolade

Die starken klimatischen Änderungen der vergangenen Jahrzehnte führen zu immer größeren Katastrophen. Die Klimaschützer Ronja und Lia geben zu bedenken, dass dabei nicht nur die Eisbären, sondern auch wir Menschen um unseren Lebensraum bangen. Es kommt zu Hochwasser oder auch zu Dürre, weshalb die Zahl der Klimaflüchtlinge rasant ansteigt.

Ronja und Lia erklären den Kindern, dass Bäume CO2 aufnehmen und Sauerstoff abgeben, den wir Menschen zum Atmen benötigen. „Es ist wichtig, dass wir den CO2-Gehalt verringern. Das geht am besten durch das Pflanzen von Bäumen“, so die Klimabotschafter. Dies taten die Teilnehmer des Workshops. Insgesamt wurden 400 Bäume gepflanzt. Die Kinder von „Plant-for-the-Planet“ haben sogar eine eigene Schokolade kreiert, die die meistverkaufte Fair-Trade-Schokolade in Deutschland sei. Das Besondere an dem Produkt: Fünf verkaufte Schokoladentafeln bedeuten das Pflanzen eines Baumes.

Während des Workshops üben die Teilnehmer zusätzlich Rhetorik, freies Reden und das Gestalten von Vorträgen. Zudem werden die ersten eigenen Projekte geplant. „Kinder aus Schulen und Gemeinden vernetzen sich“, erklärt Moderatorin Alexandra Buck von „Plant-for-the-Planet“ und ergänzt: „Ihre Aufgabe ist die anschließende Entwicklung von Ideen in Gruppen.“ Mit eingebunden werden sollen Eltern, Freunde und auch Bürgermeister , denn: „Als großes Netzwerk von Botschaftern können wir gemeinsam viel erreichen“, so Buck.

Nach dem Motto: „Stop talking - Start planting“ (zu deutsch: Hör auf zu reden – fang an zu pflanzen) haben die Klimabotschafter vielen Politikern das Reden verwehrt. „Es gibt Lösungen für die Klimakrise. Es muss nur Menschen geben, die diese auch umsetzen“, appellieren Ronja und Lia. Und sie hoffen, dass sich neben ihnen noch weitere Kinder engagieren.

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