Hockenheim

Motorsport Saison beginnt mit drei Herstellern auf dem Hockenheimring / BMW-Pilot Timo Glock zollt neuem Rennstall Respekt für Aufbauarbeit

DTM-Novize Aston Martin im Fokus

Archivartikel

Hockenheim.DTM-Fahrer Timo Glock hat schon einiges im Motorsport erlebt, „aber den Regen im zweiten Freien Training, den hatten wir nicht auf dem Radar“, gab der 37-jährige BMW-Pilot zu. Aus der Bahn geworfen hat den Odenwälder der Niederschlag auf dem Hockenheimring aber keinesfalls. „Im Großen und Ganzen war das ein guter Start ins Auftaktwochenende“, erklärte Glock. Für die beiden ersten Saisonrennen (heute und Sonntag, jeweils 13.30 Uhr/live bei Sat1) ist er gespannt, wie gut er und die Konkurrenten von Audi und Neuling Aston Martin zurechtkommen. „Am Samstag soll es noch einmal nass und kalt werden, da werden alle noch nicht ihr volles Potenzial abrufen können“, war sich der frühere Formel-1-Pilot sicher. „Aber spätestens am Sonntag, bei stabileren Bedingungen, werden alle die Hosen runterlassen.“

Während im ersten Training Audi dominierte, wirbelte der Regen die Reihenfolge durcheinander. So wurde Aston-Martin-Pilot Jake Dennis hinter Glocks Teamkollegen Bruno Spengler Zweiter. „Dass Aston Martin die Autos rechtzeitig fertig bekommen hat, ist eine Riesenleistung. Und ich bin mir sicher, dass die Lernkurve bei ihnen sehr steil sein wird“, behält der 37-Jährige die Novizen im Blick. Paul di Resta (Mercedes) Daniel Juncadella (Mercedes) sowie die DTM-Novizen Jake Dennis und Ferdinand von Habsburg (Urenkel des letzten österreichischen Kaisers Karl I.) bilden das Fahrerquintett.

„Mit dem Start auf dem Hockenheimring haben wir in kürzester Zeit seit der Ankündigung unseres DTM-Engagements Ende Oktober vergangenen Jahres alle zusammen etwas bislang in der DTM Einmaliges geleistet“, war auch Teamchef Florian Kamelger stolz. Unterstützt wird der Rennstall von den HWA-Routiniers, die jahrzehntelang mit Mercedes in der Tourenwagenserie zusammengearbeitet hatten.

Noch keinerlei Erfahrungen im Tourenwagen Masters konnte Dennis sammeln. „Das wird nicht leicht, sondern eine große Herausforderung. Der DTM-Einstieg ist ein großer Schritt für mich“, erklärte der 23-jährige Brite. „Wir müssen realistisch bleiben. Das Team hat in den vergangenen Monaten nicht viel Schlaf bekommen, aber ich hatte nie Zweifel daran, dass sie es schaffen, hier vier Autos hinzustellen. Wir werden alles geben“, versprach Dennis, der 2015 Dritter in der Formel 3 wurde und in den vergangenen beiden Jahren in der Langstreckenserie Blancpain am Start war.

Motoren als Herausforderung

Vor allem für das neue Team wäre es bereits ein Erfolg, wenn alle vier Boliden angesichts der neuen Turbomotoren in den beiden Rennen durchhalten würden. Denn auch die Platzhirsche sind vor Ausfällen nicht gefeit. Am Freitag erwischte es BMW-Pilot Philipp Eng. Im Training fiel der Österreicher mit technischen Problemen aus und musste in die Box geschleppt werden.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional