Hockenheim

Im Gespräch CDU-Landtagskandidat Andreas Sturm besucht Bürgermeister im Wahlkreis

„Durch Investitionen der Corona-Krise trotzen“

Archivartikel

Region.Die Themen des Antrittsbesuchs beim Schwetzinger Oberbürgermeister Dr. René Pöltl (wir berichteten am 11. Juli) waren Bildung, Verkehr und die finanzielle Situation durch das Coronavirus, welche den CDU-Landtagskandidaten Andreas Sturm bei seiner Tour durch die Rathäuser seines Wahlkreises begleiteten, wie der Landtagskandidat in einer Pressemitteilung schreibt. So besuchte er die Bürgermeister seines Wahlkreises, um mit ihnen über die Situation zu sprechen.

Bürgermeister Jens Geiß (Oftersheim) vermisse ein schlüssiges regionales Verkehrskonzept. Anstatt einer viel zu teuren neuen Straßenbahnlinie nach Heidelberg, sollte die bereits bestehende Schienen-Verbindung über Schwetzingen nach Heidelberg häufiger als einmal täglich um 6 Uhr morgens fahren.

Oberbürgermeister Marcus Zeitler (Hockenheim) berichtete von der prekären Haushaltssituation durch die Corona-Krise. Hinzu komme der Wettbewerbsnachteil, dass kommunale Einrichtungen wie das Aquadrom, die Stadthalle oder der Hockenheimring keine staatlichen Zuschüsse erhielten.

Neulußheims Bürgermeister Gunther Hoffmann plädierte dafür, dass das Land die zugesagten Zuschüsse einhalte und die Gemeinden nicht auf den Kosten durch die Corona-Verordnungen sitzen bleibe. Trotz der Steuerausfälle sicherte Bürgermeister Uwe Grempels (Altlußheim) zu, an den notwendigen Investitionen des Kindergartenneubaus und der Sanierung der Rheinfrankenhalle festzuhalten, denn nur durch Investitionen könne man der Krise trotzen.

Kollerfähre erhalten

Die Erhaltung der landeseigenen Kollerfähre war für Brühls Bürgermeister Dr. Ralf Göck ein drängendes Thema. Da das Land die unterbrochene Landstraße 630 seit mehr als 180 Jahren nicht durch eine Brücke, sondern durch eine (für die Nutzer kostenpflichtige) Fähre verbindet, besteht die Pflicht, diese weiterhin zu betreiben.

Bürgermeister Nils Drescher (Plankstadt) betonte bei seinem Rundgang durch das Areal um das Rathaus die Wichtigkeit des Landessanierungsprogramms und der Fördertöpfe, wie der Landessportstättenförderung.

Auch der Schulneubau in Reilingen habe von Landesmitteln profitiert. Bürgermeister Stefan Weisbrod hob aber hervor, dass Gemeinden durch die Digitalisierung und Tablets für die Schüler dringend mehr Ressourcen benötigten.

Bürgermeisterin Patricia Rebmann (Eppelheim) bemängelte, dass das Land zwar Inklusion an Regelschulen fordere, dies letztendlich oftmals an den Anträgen für einen barrierefreien Umbau scheitere.

Auch Bürgermeister Jürgen Kappenstein (Ketsch) beklagte die Fülle an Auflagen bei der Kinderbetreuung oder im Baubereich. Notwendige Maßnahmen würden oftmals durch langwierige Genehmigungsverfahren in die Länge gezogen oder verhindert.

CDU-Landtagskandidat Andreas Sturm nahm diese Impulse auf und versprach, sich für die Kommunen einzusetzen, denn Gemeinden und Städte seien durch Auflagen, Vorgaben und Regularien eingeschränkt. Die Bürgermeister und Gemeinderäte haben aber eine genaue Kenntnis der Gegebenheiten vor Ort und sollten Vorgaben flexiblerer auslegen können, um ihren Gestaltungswillen vor Ort umzusetzen, man könne nicht jedes kleinste Detail von Brüssel, Berlin oder Stuttgart aus regeln, wie es zum Ende der Pressemitteilung heißt. zg

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