Hockenheim

In eigener Sache Carsten Schweigert aus Hockenheim wird von Lesern zum Zusteller des Jahres gewählt / Reisegutschein gewonnen

„Ein idealer Nebenjob für mich!“

Archivartikel

Das war wirklich eine knappe Sache, aber am Ende stand dann doch ein klarer Sieger fest. Die Leser unserer Zeitung haben den Hockenheimer Carsten Schweigert (46) zum Zeitungszusteller des Jahres gewählt. Und er freut sich sehr darüber – und natürlich auch über den Preis, einen Reisegutschein vom Reisebüro Stadtmitte, den jetzt die Inhaber des Mailservice Hemmerich und die Vertriebsleitung unseres Medienhauses an den Glücklichen überreichen durften.

Im Gespräch mit dem Gewinner merkt man schnell, dass Carsten Schweigert seine Arbeit mit Leidenschaft macht, dass er gerne in den frühen Morgenstunden bei Sonnenschein und Schnee, bei hohen und niedrigen Temperaturen unterwegs ist, um Ihnen, liebe Leser die druckfrische Zeitung direkt ins Haus zu bringen. Für Schweigert ist das ein Nebenjob, denn hauptberuflich ist er als Kaufmann in einem Betrieb in Speyer tätig, aber bevor er sich morgens dorthin auf den Weg „iwwer die Brügg“ macht, steckt er 140 Zeitungen in die Zeitungsrohre und Briefkästen in der Heidelberger- und der Jahnstraße, der Winkelgasse und der Hans-Böckler-Straße. Dort ist sein Revier, da kennt er jeden Stein und vor allem die Besonderheiten und Wünsche seiner und unserer Kunden. Deshalb hat er sicherlich auch die meisten Stimmen bekommen. Unsere Leser konnten ja mit einem Coupon abstimmen, mussten lediglich eintragen, wo sie wohnen. Anhand der Straße konnten wir dann den Tragebezirk ermitteln und eben nun den besten Zusteller küren.

Carsten Schweigert macht seinen Nebenjob wahnsinnig gerne. Mit dem Geld, das er dabei verdient, erfüllt er sich die kleinen Wünsche des Lebens: „Ich gehe gerne auf Flohmärkte und sammle einige Dinge – vor allem Schallplatten und Spielsachen. Aber das soll nicht aus der Familienkasse bezahlt werden, sondern auf meine Rechnung gehen“, erzählt er bei einem Gläschen Sekt im Pressehaus am Schlossplatz.

Ein wenig hat das Austragen von Zeitungen auch schon Tradition in seiner Familie: „Meine Oma hat das auch viele Jahre lang gemacht. Und in den letzten Jahren ihres Lebens hat sie immer mal zu mir gesagt, wenn ich noch besser zu Fuß wäre, würde ich Dir morgens helfen.“

„Hab’s noch keinen Tag bereut“

Aufstehen um 4 Uhr früh, los geht’s dann zwischen 4.20 und 4.30 Uhr. Die Zeitungen bekommt er bis vor die Wohnung geliefert und bis 6 Uhr ist Carsten Schweigert pünktlich fertig. „Mal fünf Minuten früher oder später, das liegt daran, wie dick die Zeitung an dem Tag ist, denn manchmal passt sie dann nicht so geschmeidig in den Briefkasten“, erzählt er uns. Danach duscht er, frühstückt und schaut noch kurz die neuesten Nachrichten im Morgenmagazin an. Dann geht es aber auch schon los zu seinem Hauptjob in Speyer.

Das frühe Aufstehen macht ihm übrigens gar nichts aus. „Das ist Gewohnheit. Und ein Vorteil der frühen Tätigkeit ist, dass man nicht viel reden muss, denn so früh morgens ist kaum jemand unterwegs. Da bin ich mein eigener Chef.“ Auf den Job gekommen ist er 2008 über eine Bekannte, die in Altlußheim als Zustellerin unterwegs war. Er hatte sich gedacht, dass das auch was für ihn sein könnte und ging einfach mal mit ihr zum Frühjob. Er hat sich dann bei Familie Hemmerich gemeldet und schon zwei Wochen später wurde in Hockenheim mein Bezirk frei. Der bisherige Austräger hat ihn noch eingelernt und seither macht Carsten Schweigert den Zustellerjob. „Er ist sehr verlässlich und hat sich den Preis redlich verdient“, sind sich Juniorchef Marc Hemmerich und seine Mutter Iris-Karin einig. Übrigens werden gute Zusteller immer gesucht – ob als Nebenjob oder als Hauptberuf, und das lässt sich prima mit einem Hauptberuf kombinieren, wie das Beispiel von Carsten Schweigert zeigt.

Aus den Einsendern haben wir übrigens auch noch einige Preisträger ausgelost, die ihre Gewinne in den nächsten Tagen zugeschickt bekommen.

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