Hockenheim

Gaußfreunde Exkursion führt nach Sizilien / Anstieg auf den Ätna wird mit beeindruckendem Ausblick belohnt / Mosaike bewundert

Einblicke in die Metropolen der Antike

Archivartikel

Auf Sizilien leuchten die Farben stärker, der Wein ist schwerer, die Gerüche intensiver, die Sprache an Gesten reicher und die Gesichter schärfer. Der Reisende wird entführt in andere Welten wie die der griechischen Antike und in atemberaubende Naturlandschaften wie die des feuerspeienden Ätna. Dies erlebten die Gaußfreunde auf ihrer Studienreise unter Leitung von Konrad Schillinger. Das schreibt die Gruppe in einer Pressemitteilung.

In Catania besuchte die Gruppe den berühmten Fischmarkt und die barocke Altstadt. In Syrakus, ehemals Weltstadt der Antike besichtigten sie den gewaltigen Altar des Hieron II., das römische Amphitheater, die antiken Steinbrüche mit dem sogenannten „Ohr des Dionysios“, wo die Hockenheimer die Darbietung eines „Ave Maria“ durch eine Reiseleiterin erlebten.

Tags darauf ging die Busfahrt durch aus schwarzem Lavagestein erbaute Ortschaften über Serpentinen hinauf zum Ätna. In knapp 2000 Metern Höhe entschieden sich die meisten Mitreisenden, die Auffahrt mit der Seilbahn und anschließend mit Jeeps hinauf bis zum Krater in fast 3000 Meter Höhe zu wagen. Eine spektakuläre Aussicht und das Erleben der öden Mondlandschaft mit zahlreichen Fumarolen waren während der Umrundung eines Kraters reiche Belohnung für den Mut der Furchtlosen.

Herkules’ Heldentaten

In Enna, dem „Nabel“ des antiken Sizilien bestieg die Reisgruppe die Torre Pisana des Castello Lombardo mit herrlichen Ausblicken auf die Stadt, Umland und das Plateau des ehemaligen Demetertempels. Beim Herkulestempel in Agrigent schilderte Raphael, der mit zwölf Jahren jüngste Reiseteilnehmer, mit großer Erzählfreude die dem Herkules zugeschriebenen „zwölf Heldentaten“.

Vor blauer Kulisse des Meeres und von leuchtenden Frühlingsblumen gesäumt entfalteten am nächsten Morgen die mächtigen dorischen Tempel und die Akropolis von Selinunt ihre schönste Wirkung. Am Nachmittag erreichte die Gruppe Palermo und besichtigte den Normannenpalast mit Prunksälen und Cappella Reale, die Kathedrale mit Gräbern von Heinrich VI. und Friedrich II., die Altstadt mit hübschen Plätzen und das Markttreiben in der Vucciria.

Am Nachmittag ging es zum Dom in Monreale mit wunderbaren Mosaiken, den größten der byzantinischen Kunst. Ein architektonisches Juwel ist der angrenzende prachtvolle Kreuzgang mit arabischen Einflüssen, wobei die Doppelsäulen und Kapitelle als wahrhaft bildhauerische biblische Miniaturen, aber auch der Brunnen besonders faszinierten. Am folgenden Tag gelangten die Studienreisenden an Castellamare del Golfo vorbei zum mittelalterlichen Erice, das auf dem 800 Meter hohen mythischen Kalkfelsen Eryx liegt. Dort besichtigten sie den Dom und bestiegen den Campanile, von dem sich eine schöne Aussicht auf die Stadt und Trapani bietet. Danach führte der Stadtrundgang zum „Schloss der Venus“ und durch malerische Gassen. An den Salinen von Trapani vorbei ging es nach Marsala, wo man der Landung Garibaldis gedachte. Eine Weinprobe durfte nicht versäumt werden. In herrlicher Landschaft liegt der unvollendete dorische Tempel von Segesta aus dem fünften Jahrhundert vor Christus. Statt des langen Aufstiegs zu Agora und römischem Theater von Segesta mit umwerfender Aussicht wählte man den Shuttlebus.

Malerische Altstadt

Die Fahrt an der Nordküste führte die Gaußfreunde zuerst nach Solunt, einer phönizischen Ruinenstadt, mit atemberaubenden Ausblicken auf Meer und Landschaft. Hier überraschten die durchdachte Stadtplanung mit Zisternen, öffentlichen Gebäuden und Plätzen, sowie Privathäusern und Sakralgebäuden. Cefalù begeisterte die Hockenheimer mit dem bedeutenden normannischen Dom und seiner malerischen Altstadt. Auf der Fahrt nach Giardini Naxos ging es entlang der Nordküste und vorbei an der Meerenge von Messina.

Wohlbehalten landeten die Studienreisenden schließlich in Frankfurt. Bei der Busfahrt nach Hockenheim hielt Konrad Schillinger Rückschau auf eine gelungene Reise. Die nächste Studienreise führt in den Herbstferien in die Provence. zg

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