Hockenheim

Pumpwerk "Man in Black" nehmen Publikum mit auf Reise ins Universum von Johnny Cash

Einblicke ins Schaffen eines großen Musikers

Dieser Abend im Pumpwerk geriet zu einer wunderbaren Reise: Wer Johnny Cash liebt, fand sich mit der Altlußheimer Band "Man in Black - Tribute to Johnny Cash and his friends" im Musikhimmel wieder. Die sechs Mann und die Frau veranstalteten einen fantastischen Trip zu dem amerikanischen Ausnahmemusiker. Große und kleine Songs von Cash und seinen Freunden verzauberten die Gäste im kleinen Kulturtempel der Rennstadt von der ersten bis zur letzten Sekunde.

Cash gleicht einem Titan. Geboren in sehr armen Verhältnissen und aufgewachsen auf einer Baumwollfarm, kam er aus dem Nichts und eroberte mit seiner Musik die Welt. Für den Sänger Harald Wein war es Musik mit einer Idee. Cash machte Musik nicht wegen des Kommerzes, sondern vor allem, weil er etwas sagen wollte. Und diesem Gesagten räumte die Truppe hier auf der Bühne immer wieder einigen Raum ein. "Man in Black" spielte nicht nur seine Lieder, sondern erläuterte auch immer wieder den Kontext - ganz kurz und immer interessant.

Aufgewachsen auf Baumwollfarm

Man verstehe seine Musik besser, wenn man das Leben dieses Musikers zumindest in groben Zügen vor Augen habe, vermittelte die Band. Lieder wie "In them old cotton fields" erfahren mit dem Wissen, dass Cash selbst auf so einer Farm groß wurde und von dieser Arbeit weiß, einen andere Bedeutungswucht. Legendär auch seine beiden Gefängnis-Konzertalben "At Folsom Prison" und "At San Quentin".

Cash sah immer den Menschen, und das macht die Magie seiner Musik aus. Eine Magie, die Harald Wein (Gesang), Klaus Hösselbarth (Pedalsteel), Willi Fuchs (Schlagzeug), Helmut Huber (Gitarre), Stefan Martens (Bass) und Marion Weinert (Gesang) hier auf wunderbare Art wiederbelebten.

Das Spektrum reichte von Country und Gospel über Rockabilly bis zu Blues, Folk und Pop. Es ist ein riesiger Fundus: Cash komponierte über 500 Lieder, aus dem sich die Truppe aus Altlußheim bedienen konnte. Darunter waren Songs, wie "Ring of fire", "I walk the line", "Jackson", "Easy Rider" und "Folsome Prison Blues". Egal, was dieser Mann aus Tennessee anfasste, es wurde zu musikalischem Gold.

Eine Kunst, die "Man in Black" im Pumpwerk ebenfalls gelang. Das Publikum war begeistert. Vor allem die fünfjährige Lucy hielt es kaum auf dem Stuhl. "Die Musik ist so schön." Ein Satz, den hier wohl alle unterschrieben hätten.

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