Hockenheim

Verwaltung Neuer Service digitale Bürgersprechstunde

Einfacher mit Rathaus austauschen

Archivartikel

„Die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, dass wir in den Bereichen Digitalisierung, elektronischer Bürgerservice, Flexibilität am Arbeitsplatz, vor allem in der Anschaffung von Software und Hardware noch ein bisschen Nachholbedarf haben.“ Die Erkenntnis, die Oberbürgermeister Marcus Zeitler in der Gemeinderatssitzung geäußert hat, gewinnen derzeit viele Kommunen und andere Organisationen.

Das gelte nicht nur verwaltungsintern, sondern auch in der Kommunikation mit den Bürgern. Es gebe bereits zahlreiche Möglichkeiten, über die Homepage digital von zuhause aus Anträge zu stellen und zu bearbeiten. Für die Anmeldung von Hundesteuer oder eines Gewerbes müssten die Bürger nicht mehr aufs Rathaus kommen. Die Stadt bitte darum, von ihren digitalen Angeboten reichlich Gebrauch zu machen. Fehler sollten gemeldet werden, damit diese behoben werden können.

Als eine weitere Möglichkeit stellte Judith Böseke von der Stabsstelle OB – Kommunikation bei der Gemeinderatssitzung die digitale Bürgersprechstunde vor. Der OB fasste zusammen: „Es geht einfach um den Ausbau der Kommunikation, um mehr Transparenz, um mehr Informationsfluss.“ Etwa um direkte Kommunikation mit Sachbearbeitern der Bauverwaltung wegen eines Vorhabens.

Daten sicher übermitteln

Der neue Kommunikationsweg solle so schnell wie möglich erschlossen werden, erklärte Judith Böseke. Sie sollen vermeiden, dass Bürger streng vertrauliche Daten über die sozialen Netzwerke schicken, die dafür nicht sicher genug sind. Hockenheim sei eine von fünf Pilotkommunen landesweit, die mit einer jungen Firma aus Stuttgart in Kooperation mit dem Städtetag kooperiere im Projekt Bürgerchat.

Die Software sei „relativ leicht gestrickt“, Bürger und Mitarbeiter können wie bei einem Messengerdienst unkompliziert Nachrichten austauschen. Ihr großer Vorteil sei, dass sie datenschutzkonform ist. „Alle Daten, die darüber übermittelt werden, unterliegen deutschem Datenschutzgrundrecht.“

Über den Chat können auch Anhänge an die Mitarbeiter der Stadt versandt werden. Die klare Struktur erschließe sich für die Nutzer selbst. Die Gespräche können als PDF-Datei archiviert werden. Livesprechstunden sollen mittwochs und donnerstagsvormittags ab 13. Mai angeboten werden, so Judith Böseke. mm

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