Hockenheim

Hockenheimring Gastspiel der Formel 1 hängt von den weiteren Verhandlungen ab

Einiges spricht fürs Motodrom

Es spricht ein gesunder Optimismus aus den Worten von Hockenheimring-Geschäftsführer Jorn Teske, spricht man ihn auf ein mögliches Comeback der Formel 1 auf dem Motodrom an. „Das ist schon eine interessante Möglichkeit für uns“, betont er im Gespräch mit unserer Zeitung. Allein schon als Austragungsort im Gespräch zu sein, nachdem der Hockenheimring eigentlich im vergangenen Jahr aus dem Formel-1-Rennkalender gestrichen worden war, ist für ihn eine tolle Sache. „Die Partner kennen uns seit Jahrzehnten als verlässlichen Partner“, sieht Teske allein schon in der Tatsache, als Alternative genannt zu werden, eine Bestätigung.

Bedingt durch die Corona-Pandemie schweigen derzeit die Motoren der Boliden, doch Anfang Juli will die Formel 1 den Rennbetrieb wieder aufnehmen. Als erste Station im dann auf maximal 18 Rennen reduzierten Terminkalender soll am 5. Juli Spielberg (Österreich) sein. Weitere Rennen sollen in Silverstone ausgetragen werden, doch lassen dort die jüngsten Corona-Fallzahlen und die daraus resultierenden Maßnahmen von Premierminister Boris Johnson diese Pläne immer fraglicher scheinen. Und den Stern von Hockenheim heller leuchten.

Ganz klar, der kurze Weg von Salzburg nach Hockenheim bietet logistische Vorteile, räumt Teske ein, der jedoch vor einer endgültigen Aussage über einen Grand-Prix-Lauf in Hockenheim noch von „vielen Herausforderungen und Hürden“, spricht, die es zu nehmen gelte, bevor die Pläne Realität werden. Im Blick hat er dabei die schwierige Genehmigungssituation vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie mit ihren Hygieneauflagen.

Ohne Zuschauer

Gleichzeitig verweist Teske auf die neuen Lockerungen der Corona-Verordnung durch die Landesregierung, die explizit auch Sportveranstaltungen neue Möglichkeiten eröffnen. Ganz klar, es bleibt bei Rennen ohne Zuschauer,, die Auflagen müssen erfüllt werden, aber die Rennen sind grundsätzlich wieder möglich.

Unabhängig von den durch die Corona-Krise bedingten Vorschriften, die Rennstrecke fit zu bekommen, ist für Teske keine Frage. Man könne zwar nicht morgen losfahren, doch dank dem erfahrenen und guten Personal vor Ort, „jeder weiß, was zu tun ist“, werde man sehr schnell auf ein Formel-1-Rennen vorbereitet sein. Nun gelte es für die Rechteinhaber, mit ihren Partnern zu sprechen, die im noch gültigen aktuellen Rennkalender stehen, dann werde man Klarheit haben, ob der Hockenheimring zum Zuge kommt. Ganz wichtig dabei ist für Teske der wirtschaftliche Aspekt – „wir dürfen am Ende nicht mit leeren Händen dastehen.“

Die Hockenheimring-Gesellschaft als verlässlicher Partner, die Corona-Krise im Land einigermaßen im Griff, es gibt viele Punkte, die in den Augen des Geschäftsführers für den Ring sprechen. Doch noch sei das Rennen in Hockenheim – oder die, wenn zwei Termine hintereinander ausgetragen werden sollten – keine sichere Sache, müssten Verhandlungen geführt werden. Doch ganz abwegig scheint der Gedanke, die Formel-1-Motoren wieder im Motodrom röhren zu hören, für Jorn Teske nicht mehr. „Daumen drücken“, meint er zum Abschluss unseres Gesprächs. Was sich doch schon sehr optimistisch anhört. aw

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