Hockenheim

Kolpingsfamilie Mit weiteren Verbänden des Dekanats Wiesloch auf Jakobs-Pilgerweg unterwegs

Einsatz für Schöpfung zeigen

Archivartikel

„Bewahrung der Schöpfung“ ist das Grundthema der Hockenheimer Kolpingsfamilie in ihrem 50. Jubiläumsjahr. Dazu gehört natürlich auch das innige Erleben der Schöpfung, die Nähe zur und das Genießen der Natur. Dies konnte man bei herrlichem Frühlingswetter auf dem Jakobs-Pilgerweg optimal erleben. Dies ist ein Teil der Veranstaltungen, die zum jährlichen Programm gehören, und die Kolpingsfamilie aus Hockenheim ist dabei gemeinsam unterwegs mit den Kolpingfamilien aus dem gesamten Dekanat Wiesloch.

Weit über 100 Teilnehmer gingen auf dem Teilstück des Jakobsweges von Rothenburg ob der Tauber nach Speyer. „Es ist einfach schön zu erleben, dass Jung und Alt mit dabei sind, Erwachsene, Kinder und ganze Familien, das war wieder ein beeindruckendes Gesamtbild“, blickt die Vorsitzende der Kolpingsfamilie, Stefanie Simons, zufrieden zurück. Start war in Schöntal, und unterwegs lernte man die Kirchen St. Jakobus in Jagsthausen und St. Sebastian in Berlichingen und ihre geschichtliche Bedeutung näher kennen.

Kräften der Natur nachspüren

Zusammen mit Mitgliedern der Kolpingfamilie Eppingen begleitet Pfarrer Manfred Tscharrer die Gruppe aus dem Dekanat Wiesloch. Das Jagsttal biete die Möglichkeit, so Pfarrer Tscharrer, „ein Stück intakte Schöpfung zu erleben“. So könne man „sensibel werden für die Kräfte der Natur, die Gott ins Dasein gesetzt hat.“ Tscharrer machte deutlich, dass die Bewahrung der Schöpfung so bei jedem Einzelnen anfange, dass jeder aufgerufen sei „zur Wertschätzung für die Gaben Gottes.“

Kolping wollte Zupackende

Gemeinsame Gebete und Lieder wurden ergänzt von zahlreichen Informationen über den oft leichtsinnigen Umgang mit der Schöpfung. Dabei ging man wiederholt auf den Gründervater der Kolpingfamilien, Adolph Kolping, ein, von dem der Satz bekannt ist: „Schön reden tut’s nicht, die Tat ziert den Mann.“ Adolph Kolping waren, wie Pfarrer Tscharrer deutlich machte, „Sonntagsredner verhasst“, er brauchte Leute, die „zupacken konnten, wenn ihre Hilfe gefragt war und den Worten auch Taten folgen ließen“. Deshalb seien auch die Mitglieder der Kolpingfamilien immer wieder dazu aufgefordert, ehrlich Stellung zu aktuellen Themen zu beziehen und, wenn möglich, aktiv zu werden.

Die gemütliche Rast und das gemeinsame Mittagessen setzten den Schlusspunkt des Weges. „Wir haben die Schönheit der Natur erlebt, aber wir sind auch nachdenklich geworden, vor allem bei dem Gedanken, was die Bewahrung der Schöpfung in unserem Alltag bedeuten kann, unser Verhalten bezüglich der Müllproduktion etwa, des übermäßigen Gebrauchs des Materials Plastik und vielem ähnlichen mehr,“ fasste Stefanie Simons zusammen. ba

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