Hockenheim

Lokale Agenda Neuer HÖP-Bewohner zeigt Gewässer-Gesundheit

Eisvogel fühlt sich hier wohl

Archivartikel

Nachdem bereits die Gebirgsstelze am Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt (HÖP) eine neue Heimat gefunden hat, ist mit dem Eisvogel eine weitere seltene Vogelart gesichtet worden. Das teilt der Projektkreis der Lokalen Agenda mit, der mit Informationen für ein besseres Verständnis für das renaturierte Areal sorgen will.

Nachdem Biologe Uwe Heidenreich bereits im Juli erste Beobachtungen des neuen Bewohners gemacht hatte, gelangen Dietrich Schmidt tolle Aufnahmen des Eisvogels, die der Projektkreis direkt zum „Foto des Monats“ für das Portal Höp.info machte.

Dietrich Schmidt freut sich über die erfolgreiche „Pirsch“ mit der Kamera: „Ich habe es vor dem Herbstbeginn noch geschafft, den Eisvogel zu erwischen – vier Stunden auf der Lauer, davon war er viermal ein bis drei Minuten auf den Zweigen gesessen – in der Zeit habe ich circa 250 Fotos gemacht“, berichtet er.

Der Eisvogel, so informiert der Naturschutzbund (Nabu), ist ein guter Indikator für gesunde Gewässer. Dass er nun öfter mal am HÖP-Gelände vorbeischaut, sei also ein gutes Zeichen. Der auffallend farbige kleine Vogel (Alcedo atthis) ernährt sich von kleinen Fischen, Insekten, kleine Fröschen und Kaulquappen. Er brütet an Steilufern von Gewässern.

Brutplatz in der Umgebung

Da es die am HÖP nicht gibt, vermutet die Lokale Agenda, dass die Vögel an anderen Stellen in der Umgebung nisten. Vorstellbar sei auch die Errichtung von Steilufern. zg/mm

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional