Hockenheim

Stellungnahme OB Gummer reagiert auf Kritik an Stellenausschreibung für Rechnungsprüfungsamt

„Entscheidend ist Kompetenz“

„Die geäußerte Kritik der Stadträte Markus Fuchs und Adolf Härdle in der Gemeinderatssitzung entspricht nicht den tatsächlichen Gegebenheiten.“ Mit diesen Worten leitet Oberbürgermeister Dieter Gummer seine Stellungnahme zum Bericht „Fuchs nennt Prüfbericht Ohrfeige für OB“ in unserer gestrigen Ausgabe im Zusammenhang mit der Stellenausschreibung für das Rechnungsprüfungsamt ein.

Bei den Beratungen für den Haushalt 2018 sei im Stellenplan eine wei-tere Stelle im Rechnungsprüfungsamt aufgenommen worden. Sie sei vorsorglich in Besoldungsgruppe A 11 ausgewiesen worden, weil zu diesem Zeitpunkt noch keine konkrete Stellenbeschreibung und -bewertung vorlag. In diesem Rahmen habe der Gemeinderat eine zweite Stelle beschlossen.

GPA-Stellenbewertung maßgeblich

Daraufhin verfasste die Leiterin des Rechnungsprüfungsamts im April 2018 eine Stellenbeschreibung, heißt es in der Stellungnahme der Stadtverwaltung weiter. Diese sei danach von der Abteilung „Beratung“ der Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg im August 2018 nach Besoldungsgruppe A 9 mittlerer Dienst bewertet worden. „Diese Bewertung ist für die Eingruppierung der in Rede stehenden Stelle maßgeblich“, unterstreicht der Oberbürgermeister. Die nachfolgende Stellenausschreibung sei deshalb auch auf dieser Grundlage durchgeführt worden.

Beim anschließenden Auswahlverfahren, bei dem auch die Leiterin des Rechnungsprüfungsamts maßgeblich beteiligt gewesen sei, sei einstimmig ein Mitarbeiter gewonnen worden. Er nehme seinen Dienst zum 1. März 2019 auf.

Mit Blick auf diese Frage wurde in der Gemeinderatssitzung auch geäußert, dass alle Großen Kreisstädte eine Mindestbesetzung mit einer A 13- und A 11-Stelle vornehmen würden. Danach würde sich Hockenheim im konkreten Fall angeblich kleiner machen als es sei. „Diese Aussage ist deshalb zu relativieren, weil die Besoldung und die Stellenbemessung von den Aufgabenzuordnungen beziehungsweise -zuschnitt in den jeweiligen Kommunen abhängen. Diese sind von Kommune zu Kommune unterschiedlich“, heißt es in der Stellungnahme weiter.

Daher sei ein Vergleich anderer Großer Kreisstädte mit Hockenheim nicht zielführend, weil sie abweichen. Darüber hinaus bestehe keine Verbindung zwischen der Frage der Bezahlung (A 11 oder A 9) und der Kompetenz einer Person. „Entscheidend ist die Kompetenz einer Person für die qualifizierende Wahrnehmung der Aufgabe“, stellt Dieter Gummer klar.

Arbeit respektiert und gestärkt

Darüber hinaus stellte die Leiterin des Rechnungsprüfungsamts in einer vorangegangenen Ausschusssitzung fest, dass in Hockenheim gut gearbeitet wird, erinnert der OB. Diese Aussage finde sich auch in dem Artikel. Die Arbeit des Rechnungsprüfungsamts werde mit dem neuen Mitarbeiter weiter gestärkt. „Dies wäre nicht möglich gewesen, wenn das Amt und seine Mitarbeiter innerhalb der Verwaltung nicht geachtet und respektiert werden würden“, so die Stellungnahme weiter.

Der Prüfbericht des Rechnungsprüfungsamts biete keine Grundlage für die in der Gemeinderatssitzung getätigten Aussagen, weil dadurch die qualifizierte Arbeit der Verwaltung bestätigt werde. „Sie sind daher meines Erachtens rein subjektiv geprägt. Ich möchte sie deshalb nicht weiter kommentieren“, schließt die Stellungnahme Gummers. zg

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