Hockenheim

SPD Vorsitzende Ingrid von Trümbach-Zofka fordert Mitglieder zur Beteiligung am Erneuerungsprozess auf / Willi Keller kritisiert Gemeinderatsbeschluss zu Wohnungsbau

Erfahrenes Vorstandsteam macht zwei Jahre weiter

Archivartikel

Hockenheim.Mit Ausnahme von Christa Greif, die nach langen Jahren erfolgreicher Vorstands- und Pressearbeit nicht wieder für den Vorstand kandidierte, wurde das gesamte Führungsteam des SPD-Ortsvereins bei der Mitgliederversammlung für die kommenden zwei Jahre bestätigt. Neu als Beisitzer im Vorstand wurden Dietmar Hebeler und Manfred Jäger gewählt (siehe Infobox).

Vorsitzende Ingrid von Trümbach-Zofka fasste das Geschehen der vergangenen zwölf Monate zusammen. Zu traditionellen Terminen wie Heringsessen, Ebert-Gedenken, Hockenheimer Mai und Familiennachmittag sei die Bundestagswahl gekommen, die für den Ortsverein mit der Unterstützung der Wahlkreiskandidatin Neza Yildirim viel Arbeit bedeutete. Umso enttäuschter sei man über das mit nur 20,5 Prozent recht magere Ergebnis. Trümbach-Zofka forderte alle Parteimitglieder auf, sich am nun anstehenden Erneuerungsprozess der SPD aktiv zu beteiligen. „Schließlich wird in keiner anderen Partei Europas Basisdemokratie so ernst genommen. Bei uns kann sich wirklich jeder einbringen!“ Sie erinnerte daran, dass der Hockenheimer SPD-Ortsverein 120 Jahre alt wird.

Kasse gut gefüllt für Wahlkämpfe

Kassierer Reinhard Offenloch berichtete von einer um zwei Prozent gestiegenen Mitgliederzahl sowie einer positiven Kassenentwicklung, die in Anbetracht bevorstehender Wahlkämpfe erforderlich sei. Der Bericht der Kassenprüfer fiel positiv aus, der gesamte Vorstand wurde entlastet.

Für die Gemeinderatsfraktion berichtete Willi Keller von besonderen Herausforderungen. Sie reichten von der Suche nach Grundstücken für den Bau sozialverträglicher Wohnunterkünfte ebenso wie für die Neuerrichtung der etablierten Pflegeheime. Hinsichtlich der dezentralen Unterbringung sozial schwächerer Mitbürger zeigte Keller sich sehr enttäuscht vom Beschluss des Gemeinderats, zu diesem Zweck zunächst nur zwei Grundstücke zu erschließen: „Das ist zu wenig.“

Auch hinsichtlich der Schulentwicklung zeigte sich Keller unzufrieden, und die schmuddelige Obdachlosenunterkunft am Hofweg sei der SPD-Fraktion nach wie vor ein Dorn im Auge. Um hier endgültig eine menschenwürdige Situation herzustellen, habe die SPD einen weiteren Antrag eingebracht.

SPD-Landtagsabgeordneter Daniel Born berichtete aus der Landtagsarbeit einer Oppositionspartei, die in dieser Rolle viel bewegen könne. Er beklagte, dass die Landesregierung kaum eine Gelegenheit auslasse, den Städten und Gemeinden durch Kappung von Landeszuwendungen oder Vorenthalt von Bundesmitteln das Leben immer schwerer zu machen. Für die im kommenden Jahr anstehenden Kommunalwahlen sei er persönlich dennoch recht optimistisch. Speziell die Ergebnisse von Bürgermeister- und OB-Wahlen aus jüngerer Zeit (Altlußheim, Ludwigshafen, Speyer) zeigten deutlich, dass die SPD auf kommunaler Ebene weiterhin eine wichtige Rolle spiele. kso

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