Hockenheim

Theodor-Heuss-Realschule Mit Unterstützung der Hopp-Stiftung Weg zum IT-Zug geebnet / Desktop-PCs, Laptops und Tablets für zukunftsweisenden Unterricht

Fähigkeiten vermitteln – Gefahren vorbeugen

Archivartikel

Die Theodor-Heuss-Realschule (THRS) baut ihr IT-Profil weiter aus. Nach dem Vorbild des äußerst erfolgreichen bilingualen Zuges zu einem durchgehenden Angebot von Klassenstufe fünf bis zehn soll nun auch der IT-Zug folgen, „da spielen wir als baden-württembergische Realschule so ziemlich in vorderster Front mit“, meint Schulleiter Jürgen Wolf in einer Pressemitteilung. Dem Pädagogen geht die Ausbildung im Umgang mit den digitalen Medien im schulischen Umfeld noch nicht weit genug und er ist deshalb froh, die „Hopp-Foundation“ (Englisch für „Stiftung“) als Unterstützer gewonnen zu haben.

Ganz wichtig sei das Wissen über das Gefahrenpotenzial des unreflektierten Umgangs mit digitalen Medien. Dem wollen die Hockenheimer durch ihr besonderes Konzept entgegentreten, das einerseits den produktiv-kreativen Gebrauch mit Medien in Bezug auf spätere Arbeitsprozesse schulen und andererseits einen kritisch-reflektierten Umgang mit digitalen Medien sensibilisieren will. Dafür steht die gut aufgestellte IT-Fachschaft der THRS, deren Mitglied Manuel Altenkirch den Kontakt zur Stiftung hergestellt hat.

„Vor allem der Erwerb der später im Berufsleben geforderten Kompetenzen komme durch die Konzentration der Kinder und Heranwachsenden auf Smartphones nicht in ausreichendem Maß zum Tragen“, sagt Wolf.

Nicht nur Social Media

Das Problem: Vor allem Social-Media-Apps dominieren den Umgang mit den digitalen Endgeräten, als Gestaltungsmittel fürs eigene Lernen oder zur kreatives oder analytisches Instrument zum Lösen von Aufgaben und Herausforderungen treten die Endgeräte bei vielen Jugendlichen fast gänzlich in den Hintergrund. „Aber später werden unsere heutigen Schüler mit PC, Smartphone oder Tablet eben nicht nur die Social-Media bedienen, sondern damit vor allen Dingen arbeiten.“

Durch das Engagement der „Hopp-Foundation“ in Höhe von 20 000 Euro ist die notwendige Hardwareausstattung nun vorhanden, heißt es in der Pressemitteilung.

In Stufe fünf und sechs stehen den IT-Klassen Desktop-PCs in eigenen Computerklassenzimmern, in Stufe sieben und acht dann Tabletcomputer zur Verfügung. In Stufe neun und zehn werden Laptops – jeweils in Klassenstärke – eingesetzt. Ganz in der Tradition des bereits existierenden bilingualen Zuges wird ebenfalls eine enge Zusammenarbeit mit den Beruflichen Gymnasien – für den IT-Zug vor allem mit den Technischen Gymnasien – angestrebt, um so einen flüssigen Übergang in die weiterführende (Aus-)Bildung zu gewährleisten.

Alle sind gefordert

Die im Profil- beziehungsweise Zug-Konzept gemachten Erfahrungen kommen selbstverständlich auch den Schülern der Regelklassen zugute. Auch hier komme dank der großzügigen Unterstützung durch die Weinheimer Stiftung geeignete Hardware zum Einsatz. Medienkompetenz sei kein Privileg des IT-Zuges, hier müssten alle Schüler – und auch alle Lehrer – ran.

„Ein ganz wesentliches Lernziel“, so Schulleiter Wolf „ist aber auch die Erkenntnis, dass vieles im Leben durch das Abschalten digitaler Medien erst richtig interessant wird.“ Der Computereinsatz also nur dann, wenn dadurch ein eindeutiger Vorteil oder ein klar definiertes Lernziel erreicht werden kann. Es ist wie immer: „Die Dosis macht die Medizin“, heißt es in er Mitteilung abschließend. zg

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