Hockenheim

1250 Jahre Hockenheim Bunte Ziffern begrüßen Besucher an Stadteinfahrten / Flaggen wehen vorm Rathaus und an weiteren Masten / Guido Wolf bei Neujahrsempfang

Fahnen und Minister bringen Jubiläumsglanz

Aufmerksame Beobachter könnten dieser Tage moderne Kunst im Stadtgebiet vermuten: Schwarz gefärbte Metallunterkonstruktionen haben sich an verschiedenen Orten ausgebreitet. Doch die Spekulation hat bald ein Ende: Nach und nach werden an ihnen die Ziffern angebracht, die den Anbruch des Jubiläumsjahres verkünden: „1250“.

Zu sehen ist das stolze Alter der ersten Erwähnung Ochinheims ab kommender Woche an allen Stadteinfahrten, teilt die städtische Pressestelle mit: im Talhaus etwa am McDonalds-Restaurant und in der Speyerer Straße auf Höhe des Autohauses Ernst, am Nordkreisel, am Kreisel Südring sowie am Kreisel Hubäckerring Richtung Reilingen. Die hölzernen Ziffern tragen die Farben des Jubiläumslogos: blau, grün, weiß und silbergrau.

Zusätzlich sollen bis Ende Januar alle freien Fahnenmasten mit den Jubiläumsfahnen versehen werden, wie sie bereits vorm Rathaus oder auch am Gauß-Gymnasium wehen. Die optische Einstimmung in die Feier des Stadtgeburtstags nimmt also immer konkretere Formen an. Und heute in einer Woche geht es mit den langersehnten Feierlichkeiten los: Unter dem Motto „Auf ins Jubiläumsjahr“ begeht Hockenheim seinen ganz besonderen Neujahrsempfang in der Stadthalle.

Dieser ist in mehrfacher Hinsicht anders als seine Vorgänger. Zum einen hält erstmals nicht Oberbürgermeister Dieter Gummer die Ansprache, sondern überlässt dies dem baden-württembergischen Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf. Ministerpräsident Winfried Kretschmann, den die Stadt eingeladen hatte, sei leider verhindert, teilt Pressesprecher Christian Stalf mit. Immerhin hatte die Nachbargemeinde Reilingen zum Auftakt ihres 775. Jubiläums einen Landesvater zu Gast – der damals Stefan Mappus hieß.

Bedeutung für Europa

Wolf behandelt in seiner Ansprache die geschichtliche Rolle Hockenheims und seine Bedeutung im Konzert Europas dank seiner langjährigen Städtepartnerschaft mit dem französischen Commercy. Wolf wird sich auch ins Goldene Buch der Stadt eintragen. OB Gummer übernimmt die Begrüßung der Gäste und wird auf der Bühne von der Moderatorin des Abends, SWR4-Radiomacherin Doris Steinbeißer, interviewt.

Auch organisatorisch geht es anders als bei bisherigen Neujahrsempfängen der Stadt zu. Um dem veränderten Ablauf und dem festlichen Charakter Rechnung zu tragen – das Programm, das um 19.30 Uhr beginnt, wird etwa zwei Stunden dauern – sowie um die zahlreichen geladenen Gäste angemessen unterbringen zu können, wird der große Saal der Stadthalle komplett bestuhlt.

Um der Versammlungsstättenverordnung gerecht zu werden, hat die Stadt deshalb Karten für interessierte Bürger ausgegeben. Die Nachfrage war bekanntlich so groß, dass alle 700 Karten nach kurzer Zeit vergeben waren. Doch die Stadt überträgt den Empfang unter www.facebook.com/hockenheimunserestadt/ als Livestream und dokumentiert das Ereignis per Video.

Am Programm wirken die Stadtkapelle sowie die Theater AG des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums (mit Historienspiel zur erstmaligen Erwähnung im Lorscher Codex) und dessen Bläserklasse mit.

Wegen der Bestuhlung des großen Saals findet der anschließende Stehempfang im Foyer statt, so dass dort kein Platz für die Präsentation der Vereine ist. Für das Badnerlied, das zum Abschluss gesungen wird, hat Heimatgeschichtler Alfred Rupp dem Anlass entsprechend eine neue Strophe geschrieben.

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