Hockenheim

OB-Wahl Kandidat will das Ehrenamt stärken / Preis soll ausgelobt werden / Verbesserung des Sport-, Kultur- und Freizeitangebotes angestrebt

Filbert für bessere Unterstützung der Vereine

Aus Sicht von Matthias Filbert ist die Infrastruktur für Sport, Kultur und Freizeit in Hockenheim verbesserungswürdig, heißt es in einer Pressemitteilung des OB-Kandidaten. Bei der heutigen Stadtentwicklung würden Vereine so gut wie nicht miteinbezogen und das Thema Sport-, Kultur- und Freizeitangebot werde nicht ausreichend in der Stadtentwicklungsplanung integriert.

Nach persönlichen Gesprächen mit vielen Vereinen und aus eigener Erfahrung als Vorsitzender des FV Hockenheim, weiß Matthias Filbert sehr gut, von was er spricht. Die meisten Hockenheimer Vereine und Schulen benötigten aufgrund der in die Jahre gekommenen Infrastruktur deutlich mehr finanzielle Mittel.

Um die Vereine attraktiv und modern zu halten, bräuchten diese dringend eine bessere finanzielle Unterstützung durch die Stadt. Diese sei wichtig, damit die Vereine auch in Zukunft für die Jugend und Erwachsenen interessant bleiben. Filbert plant einen neuen Freizeit-, Kultur- und Sportentwicklungsplan für Hockenheim erarbeiten zu lassen, damit es zu einer deutlichen Angebotsverbesserung in diesen Bereichen komme. Die Themen Sportplätze, Ausstellungsflächen für Kunst, Proberäume sowie Jugend- und Erwachsenen-Freizeitangebote, sollten ein fester Bestandteil einer zukunftsorientierteren Stadtentwicklung werden.

Mittel umschichten

Im Haushaltsplan der Stadt seien für 2019 rund 207 000 Euro für Vereine, Verbände, Konzerte und Sportförderung eingestellt. Dies seien lediglich 3,45 Prozent der geplanten Zuschüsse von gut sechs Millionen Euro. Die gesamten Zuschüsse seien zwar von 2017 bis 2019 von fünf auf sechs Millionen Euro angestiegen, aber im Bereich Vereine, Verbände, Konzerte und Sportförderung seien trotz deutlicher Kostensteigerungen keine Erhöhungen geplant.

Filbert plant als Oberbürgermeister, in Abstimmung mit dem Gemeinderat, die bisherige Vereinsförderung nochmals überprüfen und überarbeiten zu lassen.

Ein zweites, ihm wichtiges Projekt, das Filbert starten will, ist eine neue Anerkennungskultur in der Stadt. Das Ehrenamt leiste wichtige Arbeit und sei für ein gutes soziales Miteinander sehr bedeutsam.

Seit 2013 wurde jährlich auf dem Neujahrsempfang eine Ehrung für herausragendes bürgerliches Engagement in Hockenheim vorgenommen. Matthias Filbert war 2018 der letzte Ehrenamtspreisträger, der für seine herausragende Arbeit für Kinder und Jugendliche durch Oberbürgermeister Gummer geehrt wurde. Im Jahr 2019 sei diese Ehrung bisher nicht erfolgt. Ehrenamtliche Auszeichnungen hält Filbert aber als Motivation für wichtig, damit sich Bürger weiterhin ehrenamtlich engagierten. Filbert plant eine deutliche Veränderung der Anerkennung des Ehrenamts. Sein Vorschlag ist, dass von städtischen Gesellschaften Preise zur Verfügung gestellt werden, die Ehrenamtlichen als Anerkennung übergeben werden.

Neue Auszeichnung geplant

Zusätzlich plant Filbert, in Abstimmung mit dem Gemeinderat, eine Ehrenamtsehrung zusammen mit der jährlichen Sportlerehrung vorzunehmen und dort besonders verdiente ehrenamtliche Mitarbeiter auszuzeichnen. Hier möchte er Preise in verschiedenen Kategorien, beispielsweise Seniorenangebote, Jugendförderung, Unterstützung von Bedürftigen oder kulturelle Weiterentwicklung vergeben lassen. Die Vorschläge für diese Ehrung sollten von einem Gremium, bestehend aus Vertretern von Vereinen, Kirchen, Schulen, weiteren Organisationen und Gemeinderäten erarbeitet und später ausgewählt werden. zg

Info: Infos zum Programm von Filbert unter www.hockenheim-gestalten-statt-verwalten.de

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