Hockenheim

Filz bietet Wahlfreiheit

Andreas Wühler wundert sich über die verschiedenen Gedenktage

Das ist ja das Schöne am Internet, man erfährt Dinge, die man gar nicht wissen will. Googelt man beispielsweise die Bedeutung des heutigen Tages erhält man zwei Angebote zur Auswahl: Den Tag der Demokratie und den Tag des Filzhutes (lässt man den gleichfalls angebotenen Tag des Doppel-Cheeseburger außen vor, der selbst in der einfachen Variante kein Gedenken verdient hat). Den Tag der Demokratie hat uns die Generalversammlung der Vereinten Nationen verordnet, was eigentlich nicht für den Tag spricht, denn demokratisch wurde er nicht gekürt. Vielleicht wurde er aus diesem Grund mit dem Tag des Filzhutes verbunden, denn bei diesem ist es Männlein oder Weiblein freigestellt, einen solchen zu tragen. Was auch gut so ist, denn abgesehen von einigen südlichen Volksstämmen, die meist etwas oberhalb des Meeresspiegels in einem Freistaat angesiedelt sind, und von einer bestimmten Berufsgruppe, die meist mit der Flinte im Unterholz dem Getier auflauern, gibt es wenige Menschen, die sich freiwillig einen Filz aufs Haupt stülpen. Es sei denn, sie wollen sich verkleiden und mit erwähnten Volksstämmen in den Oktober feiern.

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