Hockenheim

SFC Nachbauten historischer Flugzeuge aus dem Ersten Weltkrieg machen auf Auchtweid Station

Fokker trifft ins Fliegerherz

Archivartikel

Interessanter Besuch meldete sich telefonisch beim Sportfliegerclub Hockenheim aus der Tschechischen Republik an. Es wurde um Landegenehmigung für zwei Flugzeugnachbauten aus dem Ersten Weltkrieg gebeten. Am Nachmittag, bei denkbar schwierigen Windverhältnissen mit starken Windböen, schwebten dann der originalgetreue Nachbau einer Fokker F1 ein Dreidecker der im Ersten Weltkrieg von Manfred von Richthofen geflogen wurde, sowie ein Doppeldecker der Royal Aircraft Factory SE5 ein.

Im Detail wie die Vorbilder

Die Maschinen hatten die Originalgröße und Motorisierung wie ihre historischen Vorbilder. Die Lackierung der Fokker F.1 entsprach der damaligen Lackierung in Grau. Manfred von Richthofen wollte seine Vorgesetzten und Luftkampfgegner provozieren und ließ seine Fokker F.1 in rot lackieren, was ihn den Beinamen „Der rote Baron“ einbrachte, weiß Joachim Weiss, zweiter Vorsitzender des Sportfliegerclubs. Die beiden Abenteurer sind im 800 Kilometer entfernten Ostrau, tief im Osten der Tschechischen Republik, gestartet. Nach dem Tankstopp in Hockenheim, einige Mitglieder des SFC halfen bei der Betankung, ging der Flug weiter Richtung Paris, zu einem kleinen Flugplatz in der Nähe von Vaux-sur-Somme.

Gedenken an „Roten Baron“

Vor 100 Jahren, am 21. April 1918, wurde der erst 26 Jahre alte Manfred von Richthofen nahe der Ortschaft Vaux-sur-Somme bei einem Luftkampf schwer getroffen, konnte seine Maschine auf einem Feld landen und verstarb, noch immer in seinem Flugzeug sitzend, an seinen schweren Verletzungen.

Dieser Besuch der beiden historischen Nachbauten, sollte ein Andenken an diesnm Tag sein. Vor dem Start meinte einer der Piloten mit einem Augenzwinkern, das ist jetzt nur noch eine kleine Etappe von rund zwei Stunden. jw

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