Hockenheim

Freie Wähler Gemeinderat soll Verbesserungen diskutieren / Neuer Anlauf für Waldkindergarten

Fraktion will die Radwege zu südlichen Nachbarn beleuchten

Die Freien Wähler unternehmen einen neuen Anlauf zur Einrichtung eines Waldkindergartens. Die Fraktion hatte den Antrag bereits im vergangenen Jahr gestellt mit dem Ziel, ein solches Angebot in der Nähe des Friedhofs zu etablieren. Die anderen Fraktionen hatten das unter Verweis auf zu hohe Lärmbelastung abgelehnt.

Wie Fraktionssprecherin Gabi Horn mitteilt, ist die FWV nach Gesprächen mit Eltern weiter der Überzeugung, dass ein Waldkindergarten in Hockenheim gut ankäme. „Das Thema liegt uns sehr am Herzen, und wir würden gerne noch einmal im Gemeinderat darüber sprechen.“ Eltern hätten auch bei weiteren Fraktionen nachgefragt.

Im Bereich der Kinderbetreuung wollen sich die Freien Wähler für eine kommunale Bezuschussung von Tagesmüttern einsetzen. Tagespflege sei eine wichtige Ergänzung zu den stationären Betreuungsangeboten und werde zu Recht vom Rhein-Neckar-Kreis unterstützt. Über die Vergütung des Kreises hinaus seien die Freien Wähler dafür, den Tagesmüttern einen städtischen Zuschuss auszuzahlen.

Gabi Horn hatte dazu bereits im Vorjahr eine Anfrage an die Verwaltung geschickt, um einen Überblick über die Zahl der Tagespflegeplätze in der Stadt zu erhalten. Nach Angaben des Landratsamts seien derzeit elf Pflegepersonen registriert, die 47 Betreuungsplätze anbieten. Diese seien komplett ausgebucht, durch eine Bezuschussung ließen sich möglicherweise zusätzliche Kapazitäten schaffen.

Die Tagesmütter hätten eigene Kosten, um die Anforderungen an ihre Pflegestätte und die eigene Weiterbildung zu erfüllen, andererseits spare sich die Stadt die Kosten für Bau, Ausstattung und Personal einer Einrichtung, gibt Horn zu bedenken.

„Aus Sicherheitsgründen wichtig“

Den Radweg nach Reilingen möchten die Freien Wähler beleuchtet wissen. „Wir finden das aus Sicherheitsgründen wichtig“, unterstreicht die Fraktionsvorsitzende und möchte das Vorhaben im Zweifelsfall auch ohne Reilinger Mitwirkung umgesetzt sehen. Sie begrüßt, dass vonseiten Neulußheims die Beleuchtung der Radwegverbindung aufgeschlossener gesehen werde.

Den Zustand des Friedhofs findet die FWV verbesserungsbedürftig. Viele Bürger seien damit nicht zufrieden, der Friedhof habe an Charakter verloren, viele Grabfelder stehen leer oder werden nicht mehr betreut. Man begrüße es, dass Oberbürgermeister Marcus Zeitler eine Begehung angeregt hat, an der auch interessierte Bürger teilnehmen können. Es sei wichtig, dass die Menschen ihre Erwartungen an den Friedhof als Begegnungsstätte einbringen können. mm

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