Hockenheim

„Für Ältere ist das eine Riesensauerei!“

Archivartikel

30 Minuten vor dem Treff 3000 in der Hockenheimer Hirschstraße genügten, um viele traurige und erboste Bürger zu treffen, die bisher gerne hier eingekauft haben:

Adele Vogler: Das war so günstig, hier in der Stadtmitte einkaufen zu können. Da konnte ich mit dem Fahrrad hin. Jetzt muss ich warten, bis mich jemand zu den Einkaufsmärkten am Stadtrand mitnimmt. Für uns ältere Menschen ist das ein schlimmer Verlust.

Elfriede Kesselring: Da kann ich nur zustimmen. Wir haben kein Auto und mein Mann ist krank. Wenn man bald 80 Jahre alt ist, dann ist man auf solche Einkaufsmöglichkeiten angewiesen. Es sollte unbedingt dafür gesorgt werden, dass wieder ein Einkaufsmarkt hierher kommt.

Karl Peter: Mit 90 habe ich aufgehört, Auto zu fahren. Jetzt konnte ich hier mit dem Rad einkaufen gehen. Es ist eine Sauerei, dass der Markt so plötzlich zuschließt. Da bin ich gespannt, was unternommen wird.

Anita Klebert: Ich finde es nicht gut, dass hier geschlossen wird. Zuerst hieß es, es werde umgebaut und dann als Edeka neu eröffnet und jetzt plötzlich wird ganz zugemacht. Jetzt muss man weit fahren, um was einzukaufen. Das ist nicht gut für die Bewohner einer solchen Stadt.

Margot Herm: Ich habe meine Sachen fast täglich nach dem Sport hier geholt. Das war praktisch, weil alles auf das Fahrrad passte. Selbst habe ich kein Auto. Ich kann es nicht verstehen, warum man hier zumacht, es war doch immer was los. Da sitzt wahrscheinlich irgendwo ein Manager, der nur die Umsätze pro Kunde anschaut. Ich finde, es ist eine wirkliche Unverschämtheit, hier einfach so plötzlich zu schließen, gerade gegenüber den vielen Stammkunden. jüg

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