Hockenheim

Salierbrücke Speyers Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler im Gespräch mit Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder / Anfragen der Grünen-Abgeordneten Bayaz und Kern

Für Beschleunigung der Sanierung Druck gemacht

Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder hat in einem Gespräch mit Speyers Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler zugesagt, im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles dafür zu tun, die Bauzeit bei der Sanierung der Salierbrücke zu verkürzen. Das haben die Pressestellen des Regierungspräsidiums Karlsruhe und der Stadt Speyer am Mittwoch mitgeteilt. Die beiden Grünen-Abgeordneten Danyal Bayaz (Bundestag) und Manfred Kern (Landtag) haben das Regierungspräsidium um Auskunft gebeten, welche Möglichkeiten es gibt, die Bauarbeiten zu beschleunigen.

Themen des Gesprächs in Karlsruhe waren die vom Regierungspräsidium Ende November 2019 bekanntgegebenen Gründe für die Verzögerung der Bauzeit und die bevorstehende gemeinsame Bürgerinformationsveranstaltung am Mittwoch, 29. Januar, in Speyer. Oberbürgermeisterin Seiler sprach zudem die Beleuchtung des Rad- und Gehweges über die Brücke an, die das Regierungspräsidium aktuell bereits prüfe.

Unmut der Bürger betont

Seiler machte deutlich, dass die verkehrlichen Einschränkungen zu großem Unmut bei den Speyerer Bürgern führten, auch wenn sie persönlich die Schwierigkeiten, die bei der Sanierung aufgetreten sind, verstehen könne. Seiler und Felder waren sich einig, dass die Salierbrücke eine zentrale Verkehrsverbindung für die Menschen und Unternehmen in der Region sei und die Verlängerung der Bauzeit bis Frühjahr 2022 für alle eine große Herausforderung darstelle.

Auch für Kern und Bayaz war die Mitteilung über die einjährige Verlängerung der Sanierung Anlass, beim RP vorstellig zu werden. „Wir stimmen zu, dass ein weiteres Jahr Bauzeit durchaus eine Belastung für die Menschen in der Region darstellt, insbesondere für Pendler“, erklären Bayaz und Kern in einer gemeinsamen Pressemitteilung. „Dennoch möchten wir uns darauf konzentrieren, produktive Lösungswege zu erarbeiten, um die Situation, an der wir nichts ändern können, so gut wie möglich zu gestalten.“

„Sie können sicher sein, dass die Beteiligten alles in ihrer Macht Stehende getan haben, um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten“, heißt es im Antwortschreiben von Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder an die beiden Grünen. Derzeit liefen einige Bemühungen, zusätzliche Arbeitskräfte zu verpflichten, um die Arbeiten zu verkürzen. Dennoch sei eine Beschleunigung der Arbeiten leider nur in begrenztem Umfang möglich, heißt es weiter.

Ein zusätzlicher Witterungsschutz sei geprüft worden, um witterungsunabhängig zu arbeiten. Dieser sei aufgrund der Windlasten jedoch nur in Teilbereichen umsetzbar.

Der Shuttle-Service des Rhein-Neckar-Kreises sowie der Rettungsweg würden rege genutzt. Die Abgeordneten hatten um Prüfung gebeten, ob der Shuttle-Service verstärkt werden könne. Das Angebot müsse auch für die verlängerte Bauzeit verfügbar sein. „Aus unserem Wahlkreis wurde der Wunsch nach finanzieller Beteiligung des Landes laut, um die anliegenden Kommunen zu entlasten“, betont Kern. Die Bitte der Abgeordneten zu prüfen, ob das Land den Shuttle-Service bezuschussen könne, hatte keinen Erfolg: „Eine zusätzliche Beteiligung des Landes an den ÖPNV-Kosten wurde bereits im vergangenen Jahr geprüft und ist leider nicht möglich“, lautete die Antwort. Derzeit prüfe der Rhein-Neckar-Kreis als Verantwortlicher den weiteren Betrieb der Shuttle-Verbindung für die zusätzliche Bauzeit.

Sicherheit spielt große Rolle

Bayaz und Kern fragten nach Hinweisen und Ansätzen, wie die betroffenen Menschen am besten mit der Situation umgehen sollten. Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer sowie der Arbeiter spiele eine große Rolle, erklärte Felder. Vor diesem Hintergrund wünsche sie sich, dass eine Beschleunigung der Maßnahme, umsetzbar wäre. In der Realität müsse sie jedoch die tatsächlichen Bedingungen vor Ort berücksichtigen und könne sich daher nur innerhalb dieser Grenzen bewegen.

„Wir sind uns der Bedeutung der Salierbrücke bewusst und bedauern die längere Bauzeit“, erklären Kern und Bayaz. „Wir sind uns aber sicher, dass das Regierungspräsidium alles tut, um die Baumaßnahmen so schnell wie möglich abzuschließen und sind dankbar für die gute Kommunikation“, schließt ihre Pressemeldung. Anfang Februar planen die beiden Abgeordneten eine Ortsbegehung an der Salierbrücke, um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. mm/zg

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